Donnerstag, 21.11.2019

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Einig über Vorstudie zu StUB im Osten Erlangens

Bürgermeister der Gemeinden wollen neue Strukturdatenerhebung - 16.11.2018 11:00 Uhr

Die Bürgermeister blicken optimistisch in die ÖPNV-Zukunft (v. li:) Wolfgang Hirschmann, Holger Bezold, Hans-Jürgen Nekolla, Josef Weber (Baureferent der Stadt Erlangen), Franz Schmidtlein, Johannes Schalwig, Birgit Herbst, Annette Mandry VGN), Eduard Walz, Gertrud Werner, Heinz Richter, Daniel Große-Verspohl (StUB-Geschäftsführer), Ilse Dölle, Wolfgang Rast und Georg Förster. © Dieter Köchel


"Wir brauchen eine aktuelle Betrachtung der Verkehrsbeziehungen, um beurteilen zu können, ob und auf welcher Länge der Ostast der StUB Sinn macht", betonte Annette Mandry vom VGN. Die alten Daten seien zu alt, die Erhebung datiert auf 2005 zurück, inzwischen habe sich viel getan, bestätigte auch Buckenhofs Bürgermeister Georg Förster, Sprecher von LIBOS.

Die Vorstudie wird laut Mandry inklusive Steuern gut 22 000 Euro kosten. Das Schöne für die beteiligten Kommunen: Die Hälfte davon will der Zweckverband VGN bezahlen, dem auch die Gebietskörperschaften Stadt Erlangen, und die Landkreise Forchheim und Erlangen-Höchstadt angehören. Die Vorstudie allein bringe jedoch noch keinen Kosten-Nutzen-Indikator. Wenn die Vorstudie ergibt, dass die Durchführung einer standardisierten Bewertung sinnvoll ist, entstehen weitere Kosten.

Als realistische Gesamtkosten werden 60 000 Euro angesetzt. 30 000 Euro stellt der Zweckverband VGN in seinen Haushalt 2019 ein. 30 000 müssen die beteiligten Kommunen aufbringen. Jede der Kommunen stellt einen Sockelbetrag von 1000 Euro bereit, der Rest des Betrages wird zu je 50 Prozent aus der Einwohnerzahl und der Streckenlänge ermittelt, die eine Gemeinde in den Genuss der StUB käme. Die Bürgermeister waren sich einig, dass die Beträge, die sich zwischen 1053 Euro und 7763 Euro je Kommune bewegen, zu stemmen seien.

Irritationen gab es lediglich in Kleinsendelbach. Dort bemängelten einige Gemeinderäte, dass Kleinsendelbach gemessen an seiner Einwohnerzahl zu viel berappen müsse. Dem hielt Georg Förster entgegen, dass Kleinsendelbach mit die längste StUB-Strecke auf seinem Hoheitsgebiet habe. Daraus resultiere der höhere Beitrag. Im Übrigen, ergänzte der Baureferent der Stadt Erlangen, Josef Weber, "gilt hier das Grundsolidarprinzip für die Region ."

Eintracht herrschte bei den Bürgermeistern, dass die Entscheidung im Gemeinderat getroffen werden müsse. Auch solle man die Bürger mitnehmen. Heinz Richter, Neunkirchen, erklärte: "Ja wir müssen die Bürger mitnehmen, aber wir arbeiten hier mit der Vorstudie vor. Im Übrigen sehe er keine Konkurrenz zwischen StUB und Westumfahrung. Im Gegenteil, fügte Holger Bezold (Dormitz) an, wenn die StUB kommen solle, sei angesichts der engen Ortsdurchfahrt auch in Dormitz eine Umfahrung nötiger denn je.

Neue Daten unerlässlich

Annette Mandry wies darauf hin, dass neue Daten erforderlich seien, wenn man den Bürgern etwas zu entscheiden geben wolle. Die beteiligten Gemeinden sind nun gefordert, Einwohnerzahlen, Arbeitsplätze, Schulplätze aber auch ausgewiesene und geplante Baugebiete zu benennen; ebenso geht es um Verkehrsentwicklungen und -bedürfnisse. Sowohl der VGN als auch die Stadt Erlangen stehen dabei zur Seite. Mandry versprach den Gemeinden, zum Abgleich die Daten von 2012 zuzusenden.

Eindringlich wiederholte Weber, dass die Stadt Erlangen stets an der großen StUB-Lösung interessiert gewesen sei, also bis Neunkirchen und Eschenau, um die Verbindung zur Gräfenbergbahn herzustellen. "Jetzt ist die Tür zur StUB offen, in einem Jahr ist sie zu", drängte er.

Birgit Herbst erinnerte an die Ergebnisse der jüngsten Landtagswahlen. Die hätten gezeigt, dass sich das Bewusstsein der Menschen in Sachen Klimawandel geändert habe. Auch das spreche dafür, jetzt zu eruieren, ob ein Ost-Ast der StUB zukunftsträchtig sein kann.

"Wir stehen alle dahinter, die Vorstudie zu machen", riefen Ilse Dölle (Eckental), Johannes Schalwig (Heroldsberg) und Hans-Jürgen Nekolla (Gräfenberg) am Ende. Denn so Franz Schmidtlein (Hetzles), solche Projekte könnten nur bei regionaler Sichtweise umgesetzt werden.

DIETER KÖCHEL

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