Erlangen baut Wohnungen, die auch bezahlbar sind

24.9.2018, 13:00 Uhr
Aufgesperrt ist: OB Janik (li.), Minister Herrmann und Gernot Küchler (re.) übergeben einen symbolischen Schlüssel an die Mieterinnen Deborah Thoma und Daniela Neufeld.

Aufgesperrt ist: OB Janik (li.), Minister Herrmann und Gernot Küchler (re.) übergeben einen symbolischen Schlüssel an die Mieterinnen Deborah Thoma und Daniela Neufeld. © Harald Sippel

Bei dem Projekt handelt es sich nach dem "Waldsportpark" und der "Housing Area" um die dritte wichtige Maßnahme im Rahmen der Initiative "Fair Wohnen in Erlangen 2022". Allein in diesem Gebiet entstehen rund 800 überwiegend öffentlich geförderte Wohnun-gen. Weitere 300 Wohneinheiten werden hier gleichzeitig komplett modernisiert und dadurch auf Neubaustan-dard gebracht. Der Innenminister war voll des Lobs: "Diese überwiegend mit Mitteln der bayerischen Förderprogramme umgesetzten Projekte sind ein ausgesprochen gutes Beispiel dafür, wie geförderter Wohnungsbau heutzutage gelingen kann."

"Große Herausforderung"

"Die Schaffung von bezahlbaren Wohnungen ist die große soziale Herausforderung unserer Zeit — auch in Erlangen. Wir unternehmen deshalb zahlreiche Bemühungen, neuen Wohnraum zu bauen: in bestehenden Wohngebieten, durch Ausweisung von Neubaugebieten und durch eine intensive Zusammenarbeit mit dem Umland", betonte Oberbürgermeister Janik. Immer gehe es dabei auch darum, mehr Wohn- und Lebensqualität zu verwirklichen. Beim aktuellen Gewobau-Projekt gelinge das hervorragend.

Mit dem Neubau an der Brüxer Straße sind oder werden bis Ende nächsten Jahres allein in diesem Gebiet knapp 600 Wohnungen fertiggestellt. Ebenfalls bereits abgeschlossen sind die weiteren Neubauten des Programms "Fair Wohnen in Erlangen 2022" mit den Wohnungen "Am Erlanger Weg", "Am Anger" und an der Hertleinstraße. Das Bauprojekt "Junkersstraße" soll bis Ende 2019 fertig sein.

Die zentrumsnahe Wohnanlage Brüxer Straße verfügt über 164 moder-ne, finanziell bewältigbare und barrierefreie Wohnungen. Sieben der Wohneinheiten sind rollstuhlgerecht ausgestattet. Die EOF-Förderung ermöglicht hier Mietpreise von effektiv rund 5,35 Euro/m². Damit ist der Neubau gleichermaßen attraktiv für kleinere Familien, Alleinerziehende sowie Senioren. 16 Wohnungen wurden zudem ausdrücklich für anerkannte Geflohene vorgesehen.

"Die Gewobau nimmt mit diesem Bauprojekt am Bundesprogramm kostengünstiges Bauen teil. Es soll die Grundlage für den Neubau bezahlbaren Wohnraums geschaffen werden. Unter anderem aufgrund optimierter Grundrisstypen und standardisierter Bauweisen wurde eine wirtschaftli-che und zügige Realisierung gewährleistet", informierte Gewobau-Geschäftsführer Küchler. Hier werde vorbildlich demonstriert, dass kostengünstiger sozialer Wohnungsbau gleichwohl nicht auf städtebauliche und architektonische Ansprüche und zukunftsorientierte Wohnqualitäten verzichten müsse, ergänzte Minister Herrmann. Oberbürgermeister Florian Janik bestätigte: "Das Projekt ist für uns auch ein Maßstab für die wichtigen weiteren Wohnbaumaßnahmen in unserer Stadt."

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