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Erlangen bleibt vorne

Solarstadtplan zeigt, womit die Stadt punkten kann - 24.12.2011

Im Internet-Portal Solarstadtplan.Erlangen.de geht es auf den ersten Blick verwirrend zu. Die einzelnen Solaranlagen lassen sich allerdings durch einen kleineren Maßstab punktgenau auf jedem Haus orten und geben ihre technischen Details preis.


Damit gibt der Solarstadtplan einen Überblick, wie viele Menschen in der Stadt Erlangen bereits die Kraft der Sonne nutzen. Jeder, der sich für die Solarenergienutzung interessiert, kann sehen, wo es in seiner Umgebung Solaranlagen gibt. Der Solarstadtplan wird auf dieser Internetplattform multimedial dargestellt und ist interaktiv. Es besteht die Möglichkeit, Informationen abzurufen und sich mit anderen auszutauschen. Wer will, erhält einen persönlichen Zugang zum Solarstadtplan, um seine Daten bei Bedarf zu ändern oder zu ergänzen.

Daten über Photovoltaikanlagen sind bereits mit Anschrift, Generatorleistung und Installationszeitpunkt im Internet verfügbar, da sie nach gesetzlichen Vorschriften von den Übertragungsnetzbetreibern gemeldet werden müssen. Laut dem für Erlangen zuständigen Übertragungsnetzbetreiber (TenneT) gibt es mit Stand Mitte 2011 in Erlangen 724 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 10464 kW. Somit kann jeder Interessierte präzise Detailinformationen erhalten und sich die Solaranlagen auf den Dächern anschauen. Der Solarstadtplan vereinfacht dies und soll dazu beitragen, sich auch einen Überblick über den letzten Stand der Technik zu verschaffen.

Laut der letzten Erfassung vom Mai 2011 werden jährlich etwa 10 Mio kWh Strom produziert — dies ist rund 1,5 Prozent des Strombedarfs in der Stadt Erlangen. Der Solarstadtplan soll die Entwicklung dokumentieren und so dazu beitragen, dass dieser „Ertrag“ steigt.

Besonders interessant ist es, bei den Photovoltaikanlagen, deren Erträge automatisch in einem Internetportal erfasst werden, einmal zu sehen, was die entsprechende Anlage aktuell produziert und bisher „geleistet“ hat. Diese Möglichkeit kann per Mausklick aus dem Stadtplan heraus genutzt werden: So finden sich in der Regel diese Daten für die Solaranlagen auf den Schulen in Erlangen.

In der Solarbundesliga

Ein weiteres Internet-Portal für die Solarenergie ist die sogenannte Solar-Bundesliga, in der sich Städte und Gemeinden in vergleichbarer Größe in ihren Erfolgen beim Ausbau der Solarernergie messen. Noch nie konkurrierten so viele deutsche Kommunen um eine gute Platzierung wie zum Ende dieses Jahres. Mehr als 2100 Gemeinden sind zu diesem Wettbewerb um die höchste Dichte von Solarstrom- und Solarwärme-Anlagen gemeldet worden. Ende vergangenen Jahres waren es etwas mehr als 1600.

Organisiert wird die Solarbundesliga vom Fachinformationsdienst Solarthemen in Kooperation mit der Deutschen Umwelthilfe. Alle Ergebnisse – auch auf Landes- und Kreisebene – lassen sich immer aktuell auf der Internetseite verfolgen.

Bei den Großstädten ab 100000 Einwohnern hat sich wieder der mehrmalige Sieger Ulm Platz 1 sichern können. Darauf folgen Ingolstadt und Erlangen. Knapp dahinter liegt das Verfolgerfeld mit Reutlingen, Fürth und Freiburg.

  

pm

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