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Erlangen immer ,sonnenhungriger‘

Im Jahr 2009 wurde dank der Stadtwerke in der Solarbundesliga kräftig aufgeholt - 06.03.2010

Die Solaranlagen auf den Neu- und renovierten Altbauten der Gewobau sind zu einer wichtigen Stütze des Erlanger Solarprogramms geworden. © Bernd Böhner


So konnte Erlangen 2009 als Fünfte der Großstädte-Rangliste mit 75 neuen Photovoltaikanlagen und einer nunmehr erreichten Gesamtinstallationsleistung von 1,8 Megawatt deutlich aufholen. Den größten Beitrag zu diesem Rekordneubau leisteten die Stadtwerke mit einer Anlage von fast einem halben Megawatt Leistung (auf dem neuen Bauhof), die größte Solarthermie-Anlage wurde mit 142 m2-Fläche auf einem Gebäude der Gewobau errichtet. Alle neuen solarthermischen Anlagen in Erlangen bringen es im Jahr 2009 auf eine Gesamtfläche von 1450 m2, mehr als das doppelte der Installation des Vorjahres.

Wichtige Förderprogramme

Einen wichtigen Beitrag leistete dabei die Stadt mit einem Förderprogramm, durch das 220 m2 neue Sonnenkollektoren neu geschaffen wurden. Dies wäre aber ohne ein Förderprogramm der Erlanger Stadtwerke nicht möglich gewesen, in dessen Rahmen Stadtwerke-Kunden einen Zuschuss zur Solarthermie erhielten. Das brachte in der Summe 870 m2, also weit über die Hälfte aller neuen Solaranlagen. Die dadurch angestoßenen Investitionen von rund einer Mio. Euro kommen dem Handwerk zugute.

Der Verein Sonnenenergie Erlangen sieht zwar einen weiterhin großen Nachholbedarf im Wohnungsbestand, die Förderprogramme der Stadt und der ESTW zeigten aber klare Erfolge und brächten den Klimaschutz in Erlangen effektiv voran. Der Verein begrüßt dabei vor allem das Engagement der Stadtwerke, die dem Klimaschutz gegenüber sehr aufgeschlossen seien. Zu kritisieren hingegen seien Pläne der Bundesregierung, die Einspeisevergütung für Solarstrom nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) zu kürzen. Dies könnte auch massive Auswirkungen auf kommunale Projekte haben, so der Verein.

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