Erlangen: Zu wenige Frauen mischen in Politik mit

6.3.2017, 06:00 Uhr
Martina Stamm-Fibich, Natascha Kohnen und Alexandra Hiersemann (v.li.) beim Frauenempfang der SPD anlässlich des internationalen Frauentages.

Martina Stamm-Fibich, Natascha Kohnen und Alexandra Hiersemann (v.li.) beim Frauenempfang der SPD anlässlich des internationalen Frauentages. © Foto: Horst Linke

Zu wenige Frauen mischen sich in die Politik ein. Davon ist Kohnen überzeugt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Frauen nach wie vor den Großteil der häuslichen Arbeit verrichten – Kindererziehung inklusive.

Die SPD-Politikerin, die sich ja auch um den Landesvorsitz ihrer Partei bewirbt, plädiert für Familienarbeitszeit statt Ehegatten-Splitting und Teilzeit mit unterschiedlichen Steuerklassen. Auch weil nach einer Befragung viele junge Frauen gern etwas mehr, viele junge Männer zugunsten ihrer Familie etwas weniger arbeiten würden. Hindernis dabei sei oft die Angst, Arbeitgeber würden hier nicht mitziehen.

Die Folgen hiervon seien bis ins Rentenalter spürbar. Frauen in Bayern bekämen durchschnittlich gut 500 Euro Rente, Männer 433 Euro mehr im Durchschnitt.

Zuvor hatte Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich auf einige Erfolge in der Koalitionsarbeit verwiesen: Frauenquoten in Führungspositionen in börsennotierten Betrieben. Der Mindestlohn habe vor allem auch Frauen geholfen. Und die Änderung des Sexualstrafrechts führte sie ins Feld. Über ein Gesetz gegen Kinderehen werde derzeit heftig debattiert.

Bezirks- und Stadträtin Gisela Niclas warb für den Abriss der Häuser am Anger zugunsten des Neubaus von etwa 90 Sozialwohnungen — als sozial- und frauenpolitische Maßnahme.

Alexandra Hiersemann, MdL, gab die Rausschmeißerin. Tradition und Moderne seien Kennzeichen der SPD, die ihre Werte im Gegensatz zu anderen nicht habe erneuern müssen.

Die Swinging Klezmen gaben dem Frauenempfang ein musikalisches Gesicht.

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