Paukenschlag bei der FDP

Erlanger Ex-Bürgermeisterin kehrt wegen Wladimir-Antrag den Liberalen den Rücken

Markus Hörath
Markus Hörath

Erlanger Nachrichten

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23.3.2022, 16:00 Uhr
Die frühere Sozialbürgermeister der Stadt Erlangen, Elisabeth Preuß, hat nach mehr als 30 Jahren die FDP verlassen.

© Klaus-Dieter Schreiter, NN Die frühere Sozialbürgermeister der Stadt Erlangen, Elisabeth Preuß, hat nach mehr als 30 Jahren die FDP verlassen.

Es sei ihr sehr schwer gefallen, sagt die frühere Bürgermeisterin auf Anfrage dieses Medienhauses. Schließlich sei es nicht einfach, nach so vielen Jahren aus einer Partei auszutreten. Es fühle sich an, "wie eine Scheidung, bei der man nicht so schnell zur Tagesordnung zurückkehren kann".

Nachdem sich aber viele Menschen durch den Antrag der FDP "in ihrer Seele verletzt" gefühlt hätten, sei für sie, die sich seit vielen Jahren in der Städtepartnerschaft Erlangen/Wladimir engagiert, dieser Schritt unausweichlich gewesen. Diese Verletzungen seien "nicht wegzudiskutieren, wie politische Differenzen". Die Partnerschaft werde vor allem durch die Bürgerinnen und Bürger in beiden Städten getragen. "So was kann man nicht einfach auf Eis legen."

Einen Eintritt in eine andere Partei plane sie nicht, so Preuß weiter. "Ich bleibe eine Politikerin, die sozial-liberalen Werten verpflichtet ist."

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