Erneut schließt ein Geschäft in der Erlanger Altstadt

9.9.2016, 15:00 Uhr
Seit Anfang dieser Woche läuft bei Büchner in der Altstadt der Räumungsverkauf. Wurzeln des Traditionsgeschäfts reichen mehr als 50 Jahre zurück.

Seit Anfang dieser Woche läuft bei Büchner in der Altstadt der Räumungsverkauf. Wurzeln des Traditionsgeschäfts reichen mehr als 50 Jahre zurück. © Klaus-Dieter Schreiter

Groß prangt es auf dem Plakat im Schaufenster des Traditions-Wäschegeschäfts an der Hauptstraße 63: „Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe“ steht da. Auch in den Erlanger Nachrichten hat Büchner bereits für den Räumungsverkauf mit Rabatten von 30 bis 70 Prozent geworben. Inhaber Claus Büchner war für die EN allerdings nicht zu sprechen, die für den Kundenservice zuständige Claudia Büchner sagte nur, das Geschäft werde aus privaten Gründen aufgegeben. Nähere Auskünfte wollte sie nicht geben.

Claus Büchner und seine Gattin Claudia Büchner hatten das Geschäft, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1961 zurückreichen, 1996 erworben. Seitdem leiteten sie es erfolgreich als Sanitätshaus Büchner-Kleinknecht. Im Herbst 2014 wurde es dann zu einem Wäschehaus umstrukturiert. Zum Sortiment gehört eine große Auswahl an edler und hochwertiger Wäsche sowie Bademoden für Frauen und Männer. Dabei werden eigentlich alle Stilrichtungen abgedeckt.

Von elegant bis frech und von klassisch bis modern gab und gibt es derzeit noch vieles bei Büchner. Auch an Dessous fehlt es nicht. „Wir sind Ihr Ansprechpartner in Sachen Miederwaren, Dessous, Unterwäsche und Bademode“, heißt es dazu in Büchners Internetauftritt. Das aber soll nun endgültig der Vergangenheit angehören.

Derzeit läuft also der Räumungsverkauf mit erheblichen Rabatten.

 Und wenn der beendet ist, wird es vermutlich einen weiteren Leerstand in der Hauptstraße geben. Bleibt zu hoffen, dass die beiden jetzt parallel stattfindenden Geschäftsaufgaben von Büchner und dem „Bunten Laden“ nicht einen Schneeballeffekt auslösen. Davon allerdings geht der Erlanger Citymanager Christian Frank nicht aus. Die beiden kurz nacheinander angekündigten Geschäftsaufgaben würden aus völlig unterschiedlichen Gründen erfolgen. Frank weiter: „Letztendlich entscheidet der Kunde“.

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