Der Berg als Super-Spreader-Event?

Jetzt also doch? Arzt sieht Zusammenhang zwischen Bergkirchweih und Anstieg der Corona-Zahlen

Sharon Chaffin
Sharon Chaffin

Redakteurin Erlanger Nachrichten

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Online-Redaktion

20.6.2022, 13:28 Uhr
Nach der Erlanger Bergkirchweih kam es in und um Erlangen zu einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen.

© Rainer Windhorst, NN Nach der Erlanger Bergkirchweih kam es in und um Erlangen zu einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen.

Die Bergkirchweih als Super-Spreader-Event? Nach dem "Berg" sind die Corona-Infektionszahlen in und um Erlangen deutlich angestiegen - eine Inzidenz von zeitweise über 1000 in der Stadt und mehr als 1200 im Landkreis Erlangen-Höchstadt waren die Folge. Einen Zusammenhang zwischen der Bergkirchweih und dem Anstieg der Zahlen gebe es aber nicht, glauben zumindest die für die Pandemie-Beobachtung und -Bewertung zuständigen Behörden in Erlangen und im Landkreis. Ein kausaler Zusammenhang ließe sich nicht eindeutig belegen, hieß es insbesondere aus dem Landratsamt auf Rückfrage unserer Redaktion.

Dieser Erklärung widerspricht nun ausgerechnet ein Mediziner: Notfallarzt Falk Stirkat aus Erlangen berichtet uns gegenüber von seinem Berufsalltag während und nach dem "Berg" - und ist überzeugt davon, dass es diesen Zusammenhang doch gibt. In den Wochen zuvor hatte Stirkat teilweise oftmals keinen einzigen Corona-Einsatz mehr.

Ganz anders aber seit Anfang Juni: Der Berg hat sich zum Super-Spreader-Event entwickelt. "Schon während des Berges hatten wir Kellner, die noch während des Arbeitens Corona bekamen", erzählt er. Und jetzt, da die Veranstaltung schon zu Ende ist, hat er immer mehr Covid-Patienten: "Alle waren auf dem Berg, alle haben Corona", so Stirkat.

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