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Montag, 21.10.2019

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Konkrete Schritte für ein prima Klima in Erlangen

Wie geht es nach der Ausrufung des Klimanotstands weiter? - 31.05.2019 18:30 Uhr

Rund 100 junge Leute von der Friday For Future-Initiative im Ratssaal © Rainer Wich


Das Thema bewegt. Rüttelt auf. Und macht den Parteien aller Couleur gehörig Dampf. Seit Monaten gehen überwiegend junge Leute auf die Straße und fordern die Politik lautstark auf, endlich etwas Konkretes gegen den Klimawandel zu unternehmen und damit auch für ihre Zukunft. Die Zeit drängt. Denn es gibt schlicht keinen "Planeten B".

Die "Friday For Future"-Initiative Erlangen ist in durchaus beeindruckender Weise mit von der Partie. Ihre Forderung, den "Klimanotstand" für Erlangen auszurufen, wurde jetzt vom Stadtrat mit großer Mehrheit so beschlossen.Mit dieser Erklärung ist Erlangen nun bayernweit die erste Stadt.

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Loslegen und Maßnahmen ergreifen. Am besten sofort. Denn: "Nichts tun und nur zusehen ist schon eine Entscheidung – gegen uns und unsere Zukunft. Setzen Sie ein aktives Zeichen für uns und unsere Zukunft", so eine FFF-Sprecherin, die mit ihrem Appell den Auftakt einer äußerst wortreichen Diskussion einläutete.

Verbunden mit Selbstkritik räumte OB Florian Janik eingangs ein, dass schon lange über Klimaschutz geredet werde und man eigentlich auch schon sehr lange Bescheid weiß über die Situation. Auch deshalb sei er froh, dass es nun eine internationale Bewegung für den Klimaschutz gibt — "unheimlich beeindruckend".

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Mit einer großen Auftaktveranstaltung hat am Freitag auch das Klima-Aktionswochenende in Erlangen begonnen: Schon zu Beginn beteiligten sich laut Polizei rund 700 Menschen an der Kundgebung auf dem Altstädter Kirchenplatz. Die Organisatoren von Fridays for Future (FfF) warteten mit einer breiten und bunten Rednerliste auf. "Die Europawahl ist eine Klimawahl", tönte es aus den Lautsprechern, dazu schwenkten die Demonstranten die passenden blau-gelben Fahnen.


Lob und Anerkennung für das Engagement der FFF-Leute war auch von Seiten der CSU zu hören: "Wir finden es wichtig und richtig, dass sich so viele junge Menschen ernsthaft mit den Folgen des Klimawandels und dem Schutz unserer Umwelt auseinandersetzen und sich um ihre Zukunft sorgen, so CSU Fraktionschef Jörg Volleth. Allerdings konnten sich die Christsozialen mit dem Begriff "Klimanotstand" überhaupt nicht anfreunden, auch weil er "zu hart" daherkomme. "Es genügt uns nicht, symbolträchtig den ‚Klimanotstand‘ auszurufen. Deshalb möchten wir eine "Klimaoffensive" ausrufen. Wir möchten Ökonomie, Ökologie und Soziales gemeinsam sehen, vereinen", so Volleth.

Dass Erlangen nun die erste bayerische Stadt ist, die den Klimanotstand ausruft, das "steht uns auch gut an, da Erlangen eine lange Tradition als Umweltstadt hat", so SPD-Rat Andreas Richter.

Am Ende stand fest: Der Stadtrat erkennt "die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität an". Aber bei der Symbolhaftigkeit des Beschlusses soll es erklärtermaßen nicht bleiben. Konkrete Schritte werden folgen. Künftig werde das Gremium bei allen Beschlüssen die Auswirkungen auf das Klima als auch die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit besonders berücksichtigen — dabei die Reduzierung der CO2-Emissionen im Blick, hieß es.

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