Konsum gibt den Standort Erlangen auf

29.6.2012, 13:40 Uhr
Ein schicker und gepflegter Markt — und doch knapp an den Einkaufsgewohnheiten und Vorlieben der Konsumenten im Röthelheimpark vorbei: Der Frida-Markt schließt.

© E. M. Reinhold Ein schicker und gepflegter Markt — und doch knapp an den Einkaufsgewohnheiten und Vorlieben der Konsumenten im Röthelheimpark vorbei: Der Frida-Markt schließt.

„Wir haben lange überlegt, an welchem Standort wir expandieren wollen“, sagte im Spätsommer 2007 der Chef von Konsum Dresden, Roger Ulke, bei der Eröffnung der Niederlassung in den Arcaden. „Ich bin mir sicher: Hier sind wir richtig, das passt!“

Da zeigte sich Ulke noch überzeugt davon, mit einem ebenso hochwertigen wie grundsoliden Angebot die (scheinbar) zahlungsbereite Westkundschaft ködern zu können – nun hat er gegen Aldilidlkaufmarkt & Co. kapitulieren müssen; die ostdeutsche Supermarktkette zieht sich aus dem Westen zurück, wie Ulke bekanntgab.

Insgesamt hatte Konsum Dresden bis Herbst 2011 vier Filialen in Erlangen und Nürnberg eröffnet, nun sieht er „keine Chance, die negative Situation zu verändern“. Noch in dieser Woche soll ein Getränkehändler die erste Filiale übernehmen. Auch für die anderen drei Läden würden neue Betreiber gesucht, heißt es in einem Schreiben an die Mitglieder der Genossenschaft.

 

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