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Donnerstag, 19.09.2019

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Mehr Platz für Sozialwohnungen in Erlangen

In der Nägelsbachstraße soll zusätzliche Wohnfläche entstehen - 19.05.2019 06:00 Uhr

Derzeit werden die beiden Wohnblocks abgerissen, der Ersatzneubau wird aus einem Baukörper bestehen.


Da die beiden Gebäude weder als Einzeldenkmal noch als Ensemble denkmalgeschützt sind, stellt der Abriss kein Problem dar – "die Bausubstanz ist erkennbar so schlecht, dass an eine Renovierung nicht zu denken ist", sagt Gewobau-Geschäftsführer Gernot Küchler.


Hohe Mieten sind in Erlangen das größte Problem


In den beiden Gebäuden befanden sich jeweils neun Wohn- und Gewerbeeinheiten mit insgesamt 1000 qm Wohn- und Gewerbefläche – einen großen Teil der Gewerbefläche belegte die Gewobau selbst. Durch den Ersatzneubau könnten – so sieht es eine erste Planung vor – bis zu 2000 qm zusätzliche Wohnfläche für den überwiegend sozialen Wohnungsbau entstehen.

Das Architektenbüro Löbermann aus Fürth hat nun erste Konzeptstudien für die künftige Nutzung vorgestellt. Demnach soll der moderne Ersatzneubau, der mit einer gestaffelten Bauhöhe die Bebauung westlich der Nägelsbachstraße aufnimmt, mindestens den Dämm-Standard KfW 55 erreichen, weshalb sich die Energieeffizienz der Gebäude um rund zwei Drittel verbessern und die Energiekosten drastisch sinken würden. Insgesamt könnten rund 40 Wohnungen auf rund 2500 qm im sozialen Wohnungsbau errichtet werden, die Mieten für die Sozialwohnungen sollen 5,50 Euro pro Quadratmeter nicht übersteigen.

Die 500 qm Gewerbeflächen bleiben auch im Ersatzneubau bestehen und sollen weiter von der Gewobau genutzt werden. In einer Tiefgarage könnten rund 50 Stellplätze errichtet werden, die Zufahrt zur Tiefgarage würde über die Nägelsbachstraße erfolgen. Mit Fertigstellung des Neubaus soll auch die Abteilung Grünunterhalt der Gewobau mit über 20 Mitarbeitern von der Leipziger Straße in die Nägelsbachstraße umziehen.

Baubeginn nicht vor Herbst 2019

Mit einem Baubeginn rechnet Küchler nicht vor Herbst 2019, eine Baufertigstellung könnte spätestens Ende 2021 erfolgen. Derzeit werden die Planungen mit den zuständigen Stellen der Stadt Erlangen abgestimmt. Da das Projekt mit einer teils drei-, aber auch sechsgeschossigen Bebauung über der Bauleitplanung liegt, wird einige Überzeugungsarbeit nötig sein. Architekt Wolfgang Löbermann, der in Erlangen gut vertreten ist, ist aber zuversichtlich: "Das Projekt ist städtebaulich absolut verträglich."

Die Ergebnisse sollen dem Aufsichtsrat der Gewobau in seiner Juli-Sitzung nochmal vorgestellt werden. Dort wird dann auch das weitere Vorgehen besprochen. 

PETER MILLIAN

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