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Sonntag, 23.02.2020

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Schussgeräusche vor Gedenkveranstaltung auf Jüdischem Friedhof in Erlangen

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen - Zusammenhang ist noch unklar - 10.11.2019 15:42 Uhr

Der Jüdische Friedhof in Erlangen wurde bereits 1891 errichtet. In der Zeit des Nationalsozialismuses wurde er mehrfach geschändet, mittlerweile ist er restauriert. © Horst Linke


Um 11.30 Uhr sollte auf dem Jüdischen Friedhof unweit des Erlanger Burgberges ein Kranz niedergelegt werden, um der Opfer der Reichspogromnacht 1938 zu gedenken. Gut eineinhalb Stunden davor hallten mehrere Schussgeräusche über die Ruhestätte. Ein Sicherheitsdienst, der für die Veranstaltung eingesetzt war, alarmierte die Polizei. In "einiger Entfernung nördlich des Friedhofes" in Richtung Bubenreuther Weg habe man sieben Hülsen einer Schreckschusswaffe gefunden, teilt das Präsidium Mittelfranken mit. Die Platzpatronen wurden sichergestellt.

Der Kriminaldauerdienst stellte Spuren sicher, die Erlanger Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch spezielle Suchhunde kamen zum Einsatz. Verdächtige Personen, betont das Präsidium, habe man aber nicht feststellen können.

Ob ein unmittelbarer Zusammenhang mit der Veranstaltung besteht, sei derzeit unklar. Das werde derzeit im Zuge der Ermittlungen geprüft. Die Gedenkveranstaltung selbst verlief störungsfrei.

Zeugen, die etwas Verdächtiges im Zusammenhang mit dem Vorfall gesehen haben, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112 - 3333 zu melden.


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