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Sonntag, 20.10.2019

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Siemens könnte «Spitze» werden

Vorbildfunktion bei Solarenergie wäre leicht erreichbar - 03.09.2009

Der Hotelier des Hotels Luise mit seinem Elektromobil vor der Solartankstelle: An der Pforte des Hotels kann man den Schlüssel zu den Solarsteckdosen ausleihen. © Erich Malter


Erlangen hat im Rahmen seiner im Mai 2009 beschlossenen Klima-Allianz nicht nur die Universität, sondern auch die Siemens AG auf die Nutzung der Liegenschaften für Solaranlagen eingeschworen. Siemens als ehemaliger Erlanger Rekordhalter könnte dabei bald wieder ganz vorne mitmischen - mit Hilfe seiner Mitarbeiter.

Höhere Leistungsfähigkeit

Im Jahr 1993 war die Photovoltaikanlage des Solarmobilverein Erlangen am Siemensparkhaus in der Zenkerstraße mit 3.3 kW Leistung die vierte und damals auch die größte ihrer Art in Erlangen. Mitglieder des Sonnenenergie Erlangen haben sie nun auf Herz und Nieren untersucht und festgestellt, dass die Siemens-Module immer noch optimal funktionieren und fit für die nächsten 20 Jahre sind. Durch Verbesserung der Verschaltung wurde bei dieser Gelegenheit die Leistungsfähigkeit der Solaranlage sogar noch optimiert.

Aus der Solaranlage wird seit 16 Jahren die dortige Solartankstelle betrieben. Fahrer von Elektrofahrzeugen können dort ihre Batterien aufladen und finden bei dieser Gelegenheit auch stets einen kostenlosen Parkplatz. Der Schlüssel zu den Solarsteckdosen kann bei Bedarf an der Pforte des gegenüber liegenden Hotel Luise ausgeliehen werden.

Bei der Inspektion der Solaranlage zeigte sich auch, dass auf dem Dach des Siemens-Parkhauses, Platz für eine weit größere Photovoltaikanlage vorhanden ist. Der Solarverein hat daher der Siemens-Leitung und Oberbürgermeister Balleis vorgeschlagen, diesen Platz im Rahmen der Erlanger Klimaallianz zwischen Siemens und Erlangen für eine größere Solaranlage zu nutzen. Nach dem Muster bei Volkswagen in Emden könnten hier Siemens Mitarbeiter aktiv werden und mit Beteiligungsanteilen die Investition auf dem firmeneigenen Parkhausdach umsetzen, um über 20 Jahre den Strom an die Erlanger Stadtwerke zu verkaufen. Durch die deutlich gesunkenen Modulpreise könnten die Mitarbeiter nicht nur die Technologie voranbringen, sondern auch eine lukrative Geldanlage tätigen.

Wenn die Siemens AG und ihre Mitarbeiter dem Vorschlag folgen, würde die Trophäe der größten Erlanger Solaranlage, die im Moment durch die 91 kW große Solaranlage auf der Franconian International School gehalten wird, wieder in das Haus Siemens zurückgeholt werden.

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