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Donnerstag, 23.05.2019

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Solarer „Doppelpass“ auf dem Dach

Beim TV 48 Erlangen wird mit der Sonne auf dem Dach eine Solardividende verdient - 25.08.2010

Ein Hoch auf die Module (v.l.n.r.): Thomas Wagner von der Intego Prüftechnik für Module, TV-Präsident Wolfgang Beck, Solar-Enthusiast Prof. Martin Hundhausen, Planer Werner Linsenmeyer und Architekt Horst Fischer. © Bernd Böhner


Die 400 Solarmodule, die seit zwei Monaten auf dem Dach des TV-Vital neben der Turnhalle der Heinrich-Kirchner-Schule in Büchenbach Strom produzieren, verbessern die Energiebilanz des Gebäudes erheblich. Wolfgang Beck, Vorsitzender des TV 1848, freut sich, dass in Zusammenarbeit mit der Erlanger Firma Intego das gesamte Süddach des bisherigen Gebäudes mit Erweiterungsbau genutzt wird. Die Solaranlage ist damit die größte im Erlanger Ortsteil Büchenbach.

Aber nicht nur das Image der Solarstadt Erlangen wird durch das Projekt gefördert. Die moderne Modulfabrik der norwegischen Firma REC in Singapur, in der die neuen Module gefertigt worden sind, setzt kameragestützte Prüfanlagen für die Solarfertigung ein, die von der Firma Intego geliefert wurden. Die Investitionen in Solarenergie stützen damit über die Anlagentechnik auch den Industriestandort Deutschland und in diesem Fall Erlangen. Thomas Wagner, Geschäftsführer von Intego, freut sich, dass damit der Ball aus Asien zurückgespielt worden ist und eine der qualitativ hochwertigsten Erlanger Solaranlagen realisiert werden konnte.

Installation in Rekordzeit

Die Installation fand in Rekordzeit statt, nachdem der Sportverein als Vermieter, und Intego als Mieter die Dachnutzung für 20 Jahre vertraglich vereinbart hatten. Eile war geboten, weil ab Jahresmitte geltende Absenkung der Vergütung unterlaufen werden sollte. Für Wolfgang Beck war eine Förderung der Solarenergie als Partner in diesem Projekt selbstverständlich: „Moderne Gebäude müssen auf innovative energiesparende Technik setzen - wir können nicht weitermachen wie in der Vergangenheit“, so der in der Umweltpolitik engagierte Sportsmann und Kommunalpolitiker.

Martin Hundhausen, Vorsitzender des Erlanger Solarvereins begrüßt es, dass Beck nicht nur an die Solarenergie gedacht hat, sondern auch die verbesserungsbedürftige Versorgung über ein von der naheliegenden Schule ausgehendes Nahwärmenetz der Vergangenheit angehört. Ein Blockheizkraftwerk wird in Zukunft für Wärme und Strom sorgen und die eingesetzte fossile Energie effektiver ausnutzen.

Für Hundhausen ist das Wichtigste der Vorbildcharakter des Solarprojekts. Ein erster Erfolg: Beck, der privat bereits eine Solarwärmeanlage nutzt, will sein Haus nun auch mit Photovoltaik ausstatten.

  

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