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Stadt Erlangen tritt der Initiative StUB-Ostast bei

Förderung des ÖPNV, nicht zuletzt mit Blick auf den künftigen Klimaschutz - 01.11.2019 06:00 Uhr

Im April 2018 schlossen sich insgesamt 14 Gemeinden aus den Landkreisen Erlangen-Höchstadt, Forchheim sowie die Stadt Erlangen zusammen, um den Ostast der Stadt-Umland-Bahn erneut untersuchen zu lassen.


In der jüngsten Ausschusssitzung ist mehrheitlich der Beitritt zu jener Initiative beschlossen worden. Das Ganze ist auch gedacht als Förderung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV), nicht zuletzt mit Blick auf den künftigen Klimaschutz.

Übergreifendes Bündnis

Bekanntlich schlossen sich im April 2018 insgesamt 14 Gemeinden aus den Landkreisen Erlangen-Höchstadt, Forchheim sowie die Stadt Erlangen zusammen, um den Ostast der Stadt-Umland-Bahn erneut untersuchen zu lassen. Dieses "landkreisübergreifende interkommunales Bündnis für den Ostast der Stadt-Umland-Bahn" firmiert seither unter den griffigen Namen "LIBOS".

Diese LIBOS-Initiative fordert eine zusätzliche StUB-Strecke von Erlangen in Richtung Osten über Neunkirchen bis nach Eschenau mit einer Anbindung an die Gräfenbergbahn – die EN berichteten. Seit der Kosten-Nutzen-Untersuchung aus dem Jahr 2012 haben sich die Prognosen in Sachen Bevölkerungs- und Pendlerzahlen allerdings deutlich verändert. Aus diesem Grund soll eine neue Kosten-Nutzen-Untersuchung in Auftrag gegeben werden. Überdies möchte die Initiative gleichsam die Tür offen halten und somit die Chance auf eine Förderung weiter aufrechterhalten. Auch dafür legte sich Georg Förster seinerzeit ins Zeug.

Vorstudie und Planungen

Denn für einen Ostast der Stadt-Umland-Bahn als zukunftsträchtiges Nahverkehrsangebot sprechen wohl reichlich gute Gründe – unter anderem der stetige Zuwachs an Bewohnern in den Umlandgemeinden, ferner die steigende Zahl der Fahrgäste im ÖPNV, und vor allem auch die weiter wachsende Zahl von Pkw-Einpendlern, die alltäglich für nicht unerhebliche Verkehrsprobleme in Erlangen sorgen.

Natürlich wird das Ganze erst einmal genau unter die Lupe genommen – mittels Vorstudie und Nutzen-Kosten-Untersuchung. Macht unterm Strich 60 000 Euro. Davon übernimmt der VGN-Zweckverband die Hälfte. Die übrigen 30 000 Euro müssen die 14 Gemeinden berappen. Aber damit nicht genug. Die Bürger sollen auch "professionell, einheitlich und umfassend" über den StUB-Ostast und die damit verbundenen Planungen bündig informiert werden.

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Dazu soll eine "Kommunikationsstrategie" entwickelt werden, und geplant ist, eine Agentur damit zu beauftragen. Zu diesen Kosten gesellen sich noch jene für technische Planungen und Nutzen-Kosten-Untersuchungen in drei Varianten. So dass man letztlich Brutto-Kosten von etwa 233 000 Euro erwarten darf. Die Hälfte davon, also 116 500 Euro als Anteil der Stadt Erlangen, sollen in den Haushalt 2020 eingestellt werden.

Im Übrigen bietet die Stadt Erlangen an, die Rolle des Kassenwarts zu übernehmen und die anteiligen Gelder von den Kommunen einzunehmen, sie zu verwalten und an die jeweiligen Büros auszuzahlen. Sollte letztlich nicht alles benötigt werden, gibt’s für die Kommunen wieder Geld zurück.

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