Weg in die Shoa: Die Pogromnacht in Erlangen

12.2.2020, 17:22 Uhr
Am 10. November 1938 wurden in Baiersdorf, Forth und Erlangen die Jüdinnen und Juden einschließlich der Kinder in den frühen Morgenstunden von Polizei und SA geweckt, dann verhaftet und schließlich in den Hof des Erlanger Rathauses (Palais Stutterheim) gebracht.
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Weg in die Shoa: Die Pogromnacht in Erlangen

Am 10. November 1938 wurden in Baiersdorf, Forth und Erlangen die Jüdinnen und Juden einschließlich der Kinder in den frühen Morgenstunden von Polizei und SA geweckt, dann verhaftet und schließlich in den Hof des Erlanger Rathauses (Palais Stutterheim) gebracht. © Stadtarchiv

Etwa 42 Menschen mussten im Hof des Palais Stutterheim stundenlang stehen. Lediglich den kleineren Kindern, ihren Müttern sowie einigen kranken oder gebrechlichen Personen, die vermutlich in den geheizten Zellen bleiben durften, blieb diese Tortur erspart.
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Etwa 42 Menschen mussten im Hof des Palais Stutterheim stundenlang stehen. Lediglich den kleineren Kindern, ihren Müttern sowie einigen kranken oder gebrechlichen Personen, die vermutlich in den geheizten Zellen bleiben durften, blieb diese Tortur erspart. © Stadtarchiv

Während man die Juden im Rathaus festhielt, wo sie verschiedenen Schikanen und Demütigungen ausgesetzt waren, wurden ihre Wohnungen und Geschäfte von der SA nach Wertpapieren durchsucht, geplündert, die Einrichtungen zerschlagen und der Betsaal geplündert.
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Während man die Juden im Rathaus festhielt, wo sie verschiedenen Schikanen und Demütigungen ausgesetzt waren, wurden ihre Wohnungen und Geschäfte von der SA nach Wertpapieren durchsucht, geplündert, die Einrichtungen zerschlagen und der Betsaal geplündert. © Stadtarchiv

Eine Gedenktafel im Innenhof des Palais Stutterheim erinnert an die Ereignisse von 1938.
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Eine Gedenktafel im Innenhof des Palais Stutterheim erinnert an die Ereignisse von 1938. © Distler

Gedenk-Inschrift im Palais Stutterheim.
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Gedenk-Inschrift im Palais Stutterheim. © Günter Distler

Auf dem Schlossplatz wurden Bücher verbrannt. Schüler des Ohm Gymnasiums gedachten in szenischen Darbietungen den Erlanger Juden.
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Auf dem Schlossplatz wurden Bücher verbrannt. Schüler des Ohm Gymnasiums gedachten in szenischen Darbietungen den Erlanger Juden. © Harald Sippel

Unbeschwerte Kindergeburtstagsfeier 1937 im Wohnzimmer der Familie Benesi.
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Unbeschwerte Kindergeburtstagsfeier 1937 im Wohnzimmer der Familie Benesi. © Stadtarchiv

In der Pogromnacht 1938 verwüsten SA-Männer das Wohnzimmer der Familie Benesi.
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In der Pogromnacht 1938 verwüsten SA-Männer das Wohnzimmer der Familie Benesi. © Stadtarchiv

Gedenkveranstaltung an den Stolpersteinen vor dem Haus, in dem einst die jüdische Familie Benesi lebte.
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Gedenkveranstaltung an den Stolpersteinen vor dem Haus, in dem einst die jüdische Familie Benesi lebte. © Stadtarchiv

Am 12. Mai 1933 trafen sich Studenten auf dem Schlossplatz in Erlangen, um die Bücherverbrennung im Rahmen der ‘Aktion wider den undeutschen Geist’ durchzuführen.
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Am 12. Mai 1933 trafen sich Studenten auf dem Schlossplatz in Erlangen, um die Bücherverbrennung im Rahmen der ‘Aktion wider den undeutschen Geist’ durchzuführen. © Stadtarchiv

12. Mai 1933 trafen sich Studenten auf dem Schlossplatz in Erlangen, um die Bücherverbrennung im Rahmen der ‘Aktion wider den undeutschen Geist’ durchzuführen.
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12. Mai 1933 trafen sich Studenten auf dem Schlossplatz in Erlangen, um die Bücherverbrennung im Rahmen der ‘Aktion wider den undeutschen Geist’ durchzuführen. © Stadtarchiv

Die Teilnehmer versammelten sich in der Nähe des Nürnberger Tors und zogen um den Schlossgarten herum zum Schlossplatz.
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Die Teilnehmer versammelten sich in der Nähe des Nürnberger Tors und zogen um den Schlossgarten herum zum Schlossplatz. © Stadtarchiv

Auf dem Schlossplatz gab es Reden von Vertretern des Kampfbundes für deutsche Kultur, der Studentenschaft und des NS-Studentenbundes sowie einen Gedichtvortrag der Hitlerjugend, ehe die Bücher zu den Feuersprüchen ins Feuer geworfen wurden.
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Auf dem Schlossplatz gab es Reden von Vertretern des Kampfbundes für deutsche Kultur, der Studentenschaft und des NS-Studentenbundes sowie einen Gedichtvortrag der Hitlerjugend, ehe die Bücher zu den Feuersprüchen ins Feuer geworfen wurden. © Stadtarchiv