Zukunft made in Erlangen: Sechsstellige Förderung für den Makerspace

7.2.2021, 06:00 Uhr

© Jochen Hunger

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) fördert im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik 13 Pilotprojekte, die angesichts der Covid- 19-Pandemie innovative und beispielgebende Lösungen für krisenfeste Stadt- und Quartiersstrukturen erproben sollen. Für die im Projektaufruf "Post-Corona-Stadt: Ideen und Konzepte für die resiliente Stadtentwicklung" ausgewählten Projekte stehen bis 2023 insgesamt 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Der sich in der Gründung befindende Betreiberverein Makerspace Erlangen hatte sich gemeinsam mit dem Kulturamt und der Wirtschaftsförderung der Stadt um die Förderung beworben. Der Projektvorschlag hieß "Knowhow teilen macht Städte stark". Die Konkurrenz war groß: Insgesamt gab es 222 Bewerbungen von Kommunen, Vereinen, Initiativen, Unternehmen und anderen Akteuren ein.

Erlanger unter den Gewinnern

Der Erlanger Vorschlag ist unter den 13 Gewinnern. Anne Katrin Bohle, Staatsekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, ist angetan: "Ich freue mich über die vielen guten Projektideen. Sie helfen uns, Strategien zur Bewältigung der Corona-Auswirkungen zu erarbeiten und die Chancen für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu nutzen, die aus den vielfältigen Routinebrüchen infolge der Pandemie entstehen."

Die Initiatoren waren dem Projektaufruf des BMI mit dem Vorhaben, in der Erlanger Altstadt einen kommunikativen, produktiven Ort zur innovativen Nahversorgung mit Wissen und Produkten einzurichten
, gefolgt. Noch existiert dieser Ort allerdings lediglich als Vorführraum im ehemaligen Lederwarenladens Pfeiffer an der Hauptstraße 52.

Immobilie in der nördlichen Altstadt

Der Auszug steht im April an – und dann? "Ich gehe davon aus, dass eine geeignete Immobilie in der nördlichen Altstadt gefunden wird", sagt Kulturamtsleiterin Anne Reimann. Die Immobilie soll von der Stadt zu Verfügung gestellt werden. "Wir haben sehr gute Signale erhalten", sagt Ausstellungsgestalter Jochen Hunger, einer der Initiatoren des Makerspace.

Insgesamt wird das BMI im Laufe von drei Jahren 260 000 Euro für das Erlanger Projekt zu Verfügung stellen. Die Initiatoren müssen aber nachweisen, "dass wir auch andere Mittel anziehen", wie Hunger sagt. Diese Mittel können von der Stadt kommen oder durch den Verein – durch Mitgliedsbeiträge, Fördermitgliedschaften und Arbeitsleistung. Hunger geht davon aus, dass der Makerspace im Sommer an den Start gehen kann. "Im Mai rechnen wir mit den Räumen."

Geld und Vernetzung

Gelingt das, gibt es das vom BMI geförderte Projekt auch in der Realität. Hunger freut sich nicht nur auf das Geld, sondern auch auf die Vernetzung: "Eine Berliner Agentur koordiniert die Kommunikation zwischen den 13 Projekten. Wir werden uns eng miteinander austauschen." Das sei wichtig, um voneinander lernen zu können.

 

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