Fall Peggy: Hausdurchsuchung bringt keine neuen Erkenntnisse

28.4.2014, 13:26 Uhr
Ein Gedenkstein mit dem Porträt des Mädchens Peggy auf dem Friedhof in Nordhalben.

Ein Gedenkstein mit dem Porträt des Mädchens Peggy auf dem Friedhof in Nordhalben. © dpa

Doch wie sich herausstellte, besteht kein Zusammenhang mit der seit 2001 verschwundenen Schülerin aus der Stadt. Das betroffene Gebäude war erst in diesem Monat verkauft worden. Der neue Eigentümer ist jetzt stutzig geworden,  weil er pornografische Schriften sowie einige Waffen in dem Haus gefunden hat. Er alarmierte daraufhin sofort die Polizei, da sich das Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zu jenem Wohnhaus befindet, das die Polizei vor einem Jahr im Zusammenhang mit dem Fall durchsucht hat.

Doch Polizeisprecher Jürgen Stadter gibt Entwarnung: Das Material, das man gefunden hat, enthält nicht, wie ursprünglich angenommen, kinderpornografische Schriften, sondern ist Erotikmaterial für Erwachsene und enthält unter anderem eine Reihe von DVDs und Videos.  "Es gibt keinen Zusammenhang zum Fall Peggy", so Stadter.

Bei den Waffen handelt es sich laut Polizei um drei Schreckschusswaffen, die frei verkäuflich sind. Die Aufregung kommentierte Stadter so: "Die Kombination macht's: Lichtenberg, Peggy, Waffen, Pornografie..."



Derzeit läuft das Wiederaufnahmeverfahren gegen Ulvi Kulac. Dieser wurde 2004 wegen Mordes an Peggy zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Allerdings bestanden von Anfang an Zweifel an seiner Schuld. Der Prozess geht am kommenden Montag, dem 5. Mai, um 8.30 Uhr am Landgericht Bayreuth weiter.
 

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