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100-Inzidenz mehrmals überschritten: Was das für den Landkreis Forchheim bedeutet

Auswirkung auf Schulen und Kitas, aber keine Ausgangssperren - 21.03.2021 13:00 Uhr

Auch der Einzelhandel in Stadt und Landkreis Forchheim muss wieder Einschnitte befürchten. Das Bild ist im Mai 2020 entstanden. 

11.05.2020


In der nächsten Woche (ab 22. März) sind Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuungen und organisierte Spielgruppen geschlossen und auch für die meisten Schülerinnen und Schüler im Landkreis Forchheim geht es wieder zurück nach Hause - in den Distanzunterricht. Lediglich die Abschlussklassen werden ab Montag in der Schule unterrichtet, "soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 Meter durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann". Ist das nicht möglich, findet für die Abschlussklassen Wechselunterricht statt. Das teilt das Landratsamt mit.

"Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist jeweils der Inzidenzwert am Freitag", erklärt ein Sprecher des Amtes auf NN-Nachfrage am Freitagmorgen. Liegt der Wert über 100, ordne das Landratsamt für die komplette darauffolgende Woche die Kita-Schließung und den Distanzunterricht an. Am kommenden Freitag (26. März) entscheidet das Landratsamt anhand des aktuellen Inzidenzwertes erneut, ob Kitas und Schulen geöffnet sind.

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Click & Collect in Forchheim: Das sagen Einzelhändler

Seit 11. Januar ist "Click & Collect" in Bayern erlaubt. Wie werden das Vorbestellen und Abholen von Ware in Forchheim angenommen? Die NN haben bei Einzelhändlern nachgefragt.


Keine Ausgangssperre ab Dienstag

Bereits am Donnerstag, 18. März, hatte die Inzidenz im Landkreis mit einem Wert von 105,85 die 100er-Marke überschritten. Aufgrund einer Datenpanne beim RKI konnte der Wert am Donnerstag aber nicht abgerufen werden.

Mit einem Wert von 105,8 am Freitag, 19. März, lag die Inzidenz bereits am zweiten Tag in Folge über 100. Allerdings sank am am 20. März wieder unter die 100er Marke - und lag am 21. März bei 93,8. Diese Regelungen gelten damit. 

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In sechs Stufen zum Corona-Schutz: Durch das Impfzentrum in Forchheim

Mit einem großen Kraftakt haben das Technische Hilfswerk und mehrere Feuerwehren des Landkreises in den letzten Tagen das Forchheimer Impfzentrum im ehemaligen Schülerwohnheim "Don Bosco" eingerichtet. Es ist eines von zwölf in ganz Oberfranken und soll, wenn es in Betrieb geht, mindestens 300 Impfungen pro Tag schaffen. Am Mittwochabend gab eine erste Trockenübung – natürlich noch ohne den Impfstoff – um die Abläufe erproben und betrachten zu können. Die Nordbayerischen Nachrichten waren mit dabei und erklären, was die Impfwilligen dort erwartet.


Diese Verschärfungen würden in Kraft treten, wenn der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen über der Marke von 100 liegt:

- Es tritt wieder eine Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr in Kraft. Die Sperre gilt nicht bei medizinischen Notfällen oder beruflichen wie dienstlichen Gründen.

- Außerdem muss der Einzelhandel, der bisher über "Click & Meet" öffnen durfte, wieder schließen ab Dienstag. "Offen bleiben dürfen aber beispielsweise weiterhin Blumenläden oder Baumärkte", so der Landratsamtssprecher. Auch Bücherläden blieben geöffnet. Sie zählen mittlerweile zu Läden des täglichen Bedarfs. In diese Kategorie zählen auch Supermärkte oder Eisdielen. "Click & Collect" bleibt erlaubt.

- Zusammenkünfte im privaten und öffentlichen Raum sind nur im eigenen Hausstand und maximal einer weiteren Kontaktperson erlaubt. Die gleichen Kontaktbeschränkungen gelten für Sport im Freien.

Zurückgenommen werden diese Verschärfungen erst wieder, sobald der Inzidenzwert für mindestens drei Tage in Folge unter der Marke von 100 liegt.

Geplante Lockerungen treten nicht in Kraft

Die bayernweit in Aussicht gestellten Lockerungen ab Montag, 22. März, treten zunächst im Landkreis nicht in Kraft. Das heißt: Kinos und Theater bleiben weiterhin geschlossen, auch der Außenbereich der Gastronomie darf nicht öffnen. Dafür müsste der Inzidenzwert für 14 Tage stabil unter dem Wert von 100 liegen.

Der erneute Anstieg der Infektionszahlen sei nicht auf einen Hotspot zurückzuführen. "Die Zunahme der Infektionen verteilt sich über die Gemeinden im Landkreis gleichmäßig."

Dieser Artikel wurde am 21. März, um 13 Uhr, aktualisiert.

 

 

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