Planung der Verkehrssituation sei wichtig für 2023

Annafest-Bilanz von BRK und ASB: "Zum Glück keine Lebensgefahr durch Verkehrsstörung"

23.8.2022, 16:44 Uhr
Das Annafest und der Forchheimer Kellerwald aus der Luft fotografiert: Bei vielen verschiedenen Einsätzen waren die Helfer von BRK und ASB gefordert. Beide betonen, dass die Planung der Verkehrssituation für nächstes Jahr wichtig sein wird.

© Marc Wayne Schechtel, NN Das Annafest und der Forchheimer Kellerwald aus der Luft fotografiert: Bei vielen verschiedenen Einsätzen waren die Helfer von BRK und ASB gefordert. Beide betonen, dass die Planung der Verkehrssituation für nächstes Jahr wichtig sein wird.

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ziehen Bilanz nach dem Forchheimer Annafest. Jedes Jahr sind die Helfer auf dem Annafest dabei: Der ASB am Hauptzugang von der Lichteneiche kommend und das BRK bei den oberen Kellern nahe dem Glückshafen des BRK. Die Erlaubnis, den Glückshafen als Losbude zu betreiben, habe der BRK-Männerhilfsverein seit Bestehen dieses Gebäudes, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Wenn man in alten Büchern forscht, sei das BRK schon sehr lange fester Bestandteil der medizinischen Versorgung der Festbesucher. Vermutlich in den 60er Jahren kam der ASB dazu.

BRK und ASB waren beim Fest-Treiben wieder ordentlich gefordert. Der jüngste Patient war sechs Monate alt, der älteste 92 Jahre.
 

BRK und ASB waren beim Fest-Treiben wieder ordentlich gefordert. Der jüngste Patient war sechs Monate alt, der älteste 92 Jahre.   © BRK - Gerhard Hoch, NN

Die Anforderungen hätten sich laufend verändert. Wenn früher eine Trage, eine kleine lederne Sanitätstasche, Decke und vielleicht noch eine Flasche Wasser im Einsatz waren, war das sehr viel. Heute seien die Anforderungen viel höher und werden durch moderne technische Unterstützung immer effektiver.

Die Arbeit der Helfer beider Organisationen beginnt lange vor dem Annafest mit der Planung. Das geschehe meist unbemerkt im Vorfeld. Die Planung muss aber immer wieder angepasst werden - aufgrund von Notwendigkeiten und Vorschriften. Der Aufbau der Wachgebäude ist dann das Startsignal für die Helferinnen und Helfer.

In den letzten Jahren wurden die Räumlichkeiten für das BRK verbessert. Von einem Zelt auf dem Weg zwischen unteren und oberen Kellern, über eine selbst gezimmerte Hütte aus Holz bis heute zu modernen Containern und seit 2022 mit Klimaanlage im doppelten Behandlungscontainer und Lagercontainer. Neben dem Gebäude der städtischen Festleitung und der Einsatzleitung steht noch immer ein ASB-Zelt. Auch dort würden mit Sicherheit noch Nachbesserung durch Container kommen.

Täglich von 13 bis 1 Uhr sind sie im Einsatz: Die Einsatzleitung, zwei Wachleiter, zwei Personen als Besatzung des Behandlungscontainers sowie vier Fußtrupps mit je drei Helfern. All das Personal zu stellen, sei in der heutigen Zeit bei beiden Organisationen schon schwierig. Man frage sich: „Ist helfen heute noch modern?“

An allen Fest-Tagen ist ein Notarzt vor Ort. An Freitagen und Samstag sind zwei Notärzte im Dienst. Seit dem vergangenen Annafest hat die Stadt Forchheim als Veranstalter diese Besetzung vorgesehen.

Das Annafest 2022 in Zahlen der medizinischen Helfer

Auch im Jahr 2022 waren beide Hilfsdienste gut gefordert. 454 Personen mussten behandelt werden. 396 konnten nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen werden. Wie immer waren Verletzungen aller Art vertreten: Schnittwunden, Schürfungen oder Blasen an den Fersen (mit 250 am häufigsten vorgekommen).

In diesem Jahr wurden 111 Insektenstiche verzeichnet. 27 Personen mussten wegen zu starken Alkoholgenusses versorgt werden. 36 Betroffene mussten mit den Rettungsfahrzeugen der beiden Wachstationen in Kliniken transportiert werden. 17 Personen wurden ins Klinikum Forchheim eingeliefert. Weiterhin wurden Transporte nach Nürnberg, Erlangen, Bamberg, Burgebrach, Pegnitz und Ebermannstadt notwendig. Die älteste betroffene Person war 92 Jahre und die jüngste Person 6 Monate alt.

Der Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes, Michael Fees, und der Leiter des ASB Fränkische Schweiz, Jürgen Schütz, zeigten sich zufrieden mit der Bilanz. Das Wichtigste sei, dass keine Mitarbeiter beider Organisationen tätlich angegriffen wurden.

Beide seien sich einig, dass man sicherlich noch Handlungsbedarf an der einen oder anderen Stelle der Festorganisation in Bezug auf den Sanitätsdienst habe. Die Verkehrssituation sei ein sehr wichtiges Planungsthema. "Wir sind froh, dass es 2022 für Patienten zu keinen lebensbedrohlichen Zwischenfällen durch Verkehrsstörungen kam."

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