"Annalena Baerbock war meine Wunschkandidatin"‘

19.4.2021, 16:41 Uhr
Lisa Badum

Lisa Badum © Foto: privat

Frau Badum, sind Sie mit der Wahl Ihrer Partei von Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin zufrieden?

Ich bin zu 100 Prozent zufrieden. Annalena Baerbock war meine Wunschkandidatin. Aber natürlich wäre auch Robert Habeck supergut gewesen. Die beiden werden ja auch im Team Wahlkampf machen. Ich kenne Baerbock von der Bundestagsfraktion, weil sie meine Vorgängerin als klimapolitische Sprecherin in der Fraktion war. Von daher habe ich aus nächster Nähe erleben können, wie sie den Kohleausstieg groß gemacht hat. Außerdem engagiert sie sich stark in der Familienpolitik und gegen Kinderarmut. Und sie hat Konzepte für die sozialökologische Transformation entwickelt.

 

Was erhoffen Sie sich von der Kanzlerkandidatin?

Ich hoffe, dass wir mit ihr die erste grüne Kanzlerin bekommen. Ich merke, dass eine Wechselstimmung in der Bevölkerung da ist. So ein Weiterwurschteln wie bisher hilft nicht bei Problemen wie der Klimakrise und im Gesundheitsbereich. Der Mut zur Veränderung, die dann Halt schafft, wäre da. Die Strukturen fit machen für die Zukunft, das kann Baerbock gut verkörpern. Vor ihr, vor uns liegen ja krasse Aufgaben, da muss man Rückgrat dafür haben. Und das hat Annalena Baerbock.

 

Was muss sich Ihrer Meinung nach in der Politik verändern?

Ich glaube, neben den Inhalten brauchen wir unbedingt einen neuen Stil in der Politik – hin zu mehr Teamarbeit, dass die Partei fest hinter einem Kandidaten, hinter einem Prozess steht. Man kann keine neuen Inhalte präsentieren, wenn der Stil nicht passt. Das war bei uns Grünen natürlich auch nicht immer so, aber das haben wir uns inzwischen hart erarbeitet. Dieses Teambuilding wollen wir nicht nur innerhalb unserer Partei etablieren, sondern auch in der Bündnisbildung mit gesellschaftlichen Gruppen, die auch alle eine krisenfeste Gesellschaft wollen. Ich denke da zum Beispiel an Landwirte und Brauer. Und in unserer Autozulieferer-Region wollen wir auch mit Auto-Gewerkschaften weiter den Dialog führen, denn gerade in diesem Bereich wird sich in der Zukunft viel verändern.

 

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