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Donnerstag, 17.10.2019

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Baywa zieht in Richtung Sigritzau

Weg von der Lände hin zur "Äußeren Leite": Der Baustoffhandel soll direkt am Kersbacher Kreisel neu bauen. - 10.06.2019 16:00 Uhr

Auf einem 3,5 Hektar großen Areal soll die Baywa am Kersbacher Kreisel neu entstehen. © Ralf Rödel


Direkt am Kersbacher Kreisel, in nächster Nähe zu Sigritzau und gegenüber dem Gewerbegebiet Sandäcker soll die neue BayWa im Flurstück "Äußere Leite" entstehen, das Areal ist dabei 3,5 Hektar groß.

"Die Stadt Forchheim hat, in Abstimmung mit der Regierung von Oberfranken, einen Standort ausgewählt, der sich für das neue BayWa-Gelände eignet und im Sinne des Anbindungsgebots das GE Sandäcker ergänzt", heißt es in der Tischvorlage der Stadträte des Planungs- und Umweltausschusses.

Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) hält die Umsiedlung in den Zwickel zwischen Kersbach, Forchheim und Sigritzau für eine "elegante Alternative", weil der Baustoffhandel "direkt über den Kreisel" angebunden werden kann.

Holger Lehnard (CSU) spricht von einer "Win-win-Situation". Die "Anschlusswege" seien kurz, die Verkehrsanbindung für Kunden aus der Fränkischen Schweiz, dem südlichen Landkreis und auch aus dem nahen Aischgrund ideal. Ludwig Preusch (FW) sieht in der Umsiedlung der BayWa in Richtung Kersbacher Kreisel auch einen Vorteil für den städtischen Bauhof: Denn der muss von der Lände aus "nicht auf die Schnelle umsiedeln", war doch das Bauhof-Areal dereinst als Ausweichquartier für die BayWa angedacht gewesen.

Dass die BayWa nach Kersbach umsiedelt, "entzerrt die Problematik an der Lände", meint Reiner Büttner, gleichwohl merkt der SPD-Stadtrat an, "dass wir wieder ein Stück Fläche versiegeln".

Das ist auch Gerhard Meixner (FGL) ein Dorn im Auge, der die "Gewerbeentwicklung im Wiesengrund kritisch" sieht. Denn mit der Ansiedlung der BayWa dürfe man nicht einer weiteren Gewerbeansiedlung in den Wiesengrund hinein bis in Richtung Zweng Tür und Tor öffnen. Das sah auch Manfred Hümmer (FW) so, der das "Kleinod Sigritzau" im Auge hatte.

Udo Schönfelder (CSU) wies darauf hin, dass durch die Neuansiedlung "eine Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität" ausgeschlossen werden müsse. OB Kirschstein versicherte, dass der Bauwerber im Zuge des Bauverfahrens nachweisen müsse, dass von seinem Betrieb keine Gefahr ausgehe.

Nach dem Motto: Wenn wir einem was erlauben, dürfen wir es dem anderen schlecht verbieten, waren sich die Stadträte einig, dass der Bauvoranfrage eines Privatmanns aus Sigritzau zum Neubau eines Hauses mit Doppelgarage grünes Licht gegeben werden müsste. Im Dezember hatten die Stadträte des Bauausschusses mit dem Hinweis "Sigritzau soll schnuckelig bleiben", den Antrag eines Bauwerbers abgelehnt, weil man unter anderem mit dem Neubau den Beginn einer Splittersiedlung befürchtete (wir berichteten). Oberbürgermeister Uwe Kirschstein konnte in der aktuellen Sitzung bestätigen, dass ebendieser Bauwerber erneut ein Baugesuch eingereicht habe.

Die Stadträte des Planungs- und Umweltausschusses votierten einstimmig für die Umsiedlung der BayWa von der Lände an die "Äußere Leite", als nächstes muss der Bebauungs- und Grünordnungsplan neu aufgestellt werden.

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