Prozess in Bamberg

Bluttat in Franken: Sarah M. wollte "erst einen und dann noch ein paar andere killen"

4.2.2022, 19:50 Uhr
Die 19-jährige Angeklagte im Bamberger Gerichtssaal.

© Udo Güldner Die 19-jährige Angeklagte im Bamberger Gerichtssaal.

Kurz vor der tödlichen Messerattacke auf einen 39-jährigen Mann aus Nürnberg bekam die beste Freundin der Angeklagten eine Sprachnachricht. Sie werde "rausgehen und erst einen und dann noch ein paar andere killen", sie solle ihr Glück wünschen. In der Nachricht schilderte sie auch ihren konkreten Plan, wie sie ihr Opfer umbringen wolle. Sie würde ihm sagen: "Ich habe eine Überraschung für Dich. Mach die Augen zu." Dann hört man ein Geräusch, das ein zustechendes Messer nachahmt.

Faible für Serienmörder

Die Angeklagte schreibt in einem WhatsApp-Chat, sie habe erfahren, "dass der größte Serienmörder 250 Morde begangen hat. Das muss man auch erst einmal schaffen." Sie jedenfalls gehe jetzt zum "NBK", was für "Natural Born Killer" steht. Damit ist ein Mord gemeint.

Die Freundin nahm die Androhung jedoch nicht ernst und informierte nicht die Polizei. Sie warnte lediglich die 19-Jährige, dass ihr Plan nach hinten losgehen könnte. "Wie willst Du das schaffen, ohne in den Knast zu gehen?". Zudem sucht sie im Internet nach Informationen, ob man bestraft werden kann, wenn man von einem versuchten Mord weiß, jedoch nichts dagegen unternimmt. Diese Untätigkeit könnte ihr nun vor Gericht zum Verhängnis werden.

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