Bilanz: Freude über Artenschutzprogramme

BN-Kreisgruppe Forchheim: Schwerpunkte für den Naturschutz 2022 stehen fest

21.1.2022, 15:54 Uhr
Malvina Hoppe zeigt einen Feuersalamander bei den Sinterterrassen des Lillachtales bei Weißenohe. Das Tier ist aufgrund einer um sich greifenden Krankheit gefährdet.
 

© Berny Meyer, NN Malvina Hoppe zeigt einen Feuersalamander bei den Sinterterrassen des Lillachtales bei Weißenohe. Das Tier ist aufgrund einer um sich greifenden Krankheit gefährdet.  

Die Kreisgruppe Forchheim des Bund Naturschutz in Bayern zieht eine positive Jahresbilanz für 2021, teilt sie mit.

„Nicht zuletzt durch die schlimmen Flutkatastrophen in ganz Deutschland und die regionalen Auseinandersetzungen um Flächenverbrauch und Straßenbauprojekte ist der Umwelt- und Klimaschutz noch einmal besonders in das Bewusstsein der Menschen gelangt“, erklärt Ulrich Buchholz, Vorsitzender der Kreisgruppe.

Neuer Mitglieder-Rekord: "Enormen Rückenwind für Klimaschutz"

Der Bund Naturschutz in Bayern verzeichnet einen neuen Mitgliederhöchststand. „Das wachsende Interesse an grünen Themen belegt auch das bayernweite Mitgliederwachstum im BN um 6000 Personen auf den Höchststand von 261.000 Mitgliedern. Wir sehen dies als enormen Rückenwind und werden im Jahr 2022 verstärkt Druck machen, damit die Versprechen der bayerischen Staatsregierung und der neuen Ampelkoalition in Berlin zu konsequenterem Klima-, Wald-, und Flächenschutz auch bei uns in der Region umgesetzt werden!“ Die Kreisgruppe Forchheim hat nun 3470 Mitglieder.

Gerade auf Kreis- und Ortsebene gebe es viele Stellschrauben und Möglichkeiten für konsequenten Umwelt- und Klimaschutz, betont Frieder Oehme, Geschäftsführer der Kreisgruppe. „Erst die Summe all dieser Umweltschutzmaßnahmen führt zu einer echten Veränderung zum Wohle von Mensch und Natur.

Deshalb ist es gerade auch auf regionaler Ebene so wichtig, immer wieder als ‚grünes Gewissen‘ Natureingriffe anzuprangern und Alternativen aufzuzeigen." Nur so könne die gesamtgesellschaftliche Aufgabe, unsere Lebensgrundlage für nachfolgende Generationen zu schützen, bewältigt werden.

Artenschutzprogramme im Kreis Forchheim laufen

Oehme macht aufmerksam auf die Arbeiten zur Instandsetzung des Amphibienbiotops an den Örtelbergweihern bei Forchheim, das begonnene Artenschutzprogramm „Wiesenknopf-Ameisenbläuling“ mit Schwerpunkt Neunkirchen sowie das Artenschutzprogramm „Feuersalamander“ mit der Auftaktveranstaltung im Raum Gräfenberg. Die BN-Aktiven hätten 2021 für den Schutz von Arten und Natur im Landkreis 2000 Stunden ehrenamtlich aufgebracht.

Die BN-Kreisgruppe Forchheim will auch im Jahr 2022 sehr aktiv sein. Geplant sind Aktionen zum Thema Stadtklima, zur Stadtökologie und Lebensräumen von Wildbienen und anderen Blütenbesuchern.

Wer im Natur- und Umweltschutz aktiv werden möchte, kann sich bei der Kreisgruppe melden. „Wir sind mit großem Engagement und Freude dabei und heißen jedes neue Mitglied herzlich willkommen. Sich für die gute Sache einzusetzen, ist unglaublich erfüllend - sei es ehrenamtlich aktiv zu werden oder einen finanziellen Beitrag zu leisten“, so Buchholz.

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