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Corona-Impfungen im Kreis Forchheim starten am Sonntag

Beginn bei Hochrisikigruppen - Hotline für Terminvergaben eingerichtet - 23.12.2020 13:38 Uhr

Auf den Probelauf folgt die Praxis: Wenn am Sonntag die erste Charge pünktlich geliefert wird, werden im Impfzentrum des Landkreises in der Forchheimer Don-Bosco-Straße die ersten Landkreisbewohner gegen Corona geimpft. 

23.12.2020 © Edgar Pfrogner


Damit am Sonntag alles klappt wie geplant, ist eine Sache unabdingbar: Der zugesagte Impfstoff muss angeliefert werden. Rund 10.000 Dosen des von Biontech und Pfizer entwickelten Corona-Vakzins sollen für diesen Tag eins der Impfungen in Bayern zur Verfügung stehen, gefolgt von knapp 100.000 Dosen am Montag. Sie werden an die 99 Impfzentren verteilt – Zentren, wie das im ehemaligen Schülerwohnheim Don Bosco in Forchheim.

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Mit einem großen Kraftakt haben das Technische Hilfswerk und mehrere Feuerwehren des Landkreises in den letzten Tagen das Forchheimer Impfzentrum im ehemaligen Schülerwohnheim "Don Bosco" eingerichtet. Es ist eines von zwölf in ganz Oberfranken und soll, wenn es in Betrieb geht, mindestens 300 Impfungen pro Tag schaffen. Am Mittwochabend gab eine erste Trockenübung – natürlich noch ohne den Impfstoff – um die Abläufe erproben und betrachten zu können. Die Nordbayerischen Nachrichten waren mit dabei und erklären, was die Impfwilligen dort erwartet.


Wie Landratsamtssprecherin Kathrin Schürr mitteilt, ist man dort startklar, auch die Logistik zur Zwischenlagerung des Impfstoffs sei einsatzbereit. Hintergrund: Für den Transport von den bundesweiten Zwischenlagern zu den Impfzentren (und der damit verbundenen längeren Lagerung) braucht das Vakzin extrem niedrige Temperaturen – minus 70 Grad. Vor Ort, in den Impfzentren, kann sich der Impfstoff nach Angaben der Hersteller dann wiederum bei normalen Kühlschrank-Temperaturen etwa fünf Tage lang halten. 

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Unwahrscheinlich aber, dass die Dosen am Starttag so lange eingelagert werden müssen – wenn, wie gesagt, der Impfstoff pünktlich eintrifft. „Uns wurde die Lieferung für Samstagabend, spätestens Sonntagmorgen zugesagt“, erklärt Schürr. „Wir gehen davon aus und hoffen, dass das auch funktioniert.“ 

Wie berichtet, sind die Personengruppen, die sich zuerst impfen lassen können, in der Impfverordnung festgelegt: „Höchste Priorität“ haben dabei insbesondere Personen ab 80 Jahren sowie Bewohner und Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen. Und obwohl es inzwischen eine Binsenweisheit ist (beziehungsweise sein sollte), betont Kathrin Schürr: „Sich impfen zu lassen, ist ein freiwilliges Angebot.“

So ist der Ablauf geplant

Laut Landratsamt sollen am Sonntag parallel zum Impfzentrum auch die mobilen Impfteams ihre Arbeit aufnehmen. Das heißt: Die Teams arbeiten alle Alten- und Pflegeheime im Landkreis nach und nach ab, gleichzeitig können sich die ersten über 80-Jährigen, die nicht in einem Pflegeheim leben, im Zentrum impfen lassen. Bei Letzteren handele es sich um Personen, die sich im Vorfeld beim Gesundheitsamt oder den Impfzentrum-Betreibern (ASB Forchheim und das Ärztenetzwerk UGeF) gemeldet haben, so Schürr.

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Das Landratsamt hatte Ende Oktober auf dem großen Festparkplatz an der Lichteneiche am Forchheimer Kellerwald eine mobile Corona-Abstrichstation eingerichtet. Getestet wurden Schüler, Lehrer und Personal der Realschule Ebermannstadt - insgesamt rund 530 Personen.


Personen über 80 Jahre, die nicht in einem Heim leben, können sich ab sofort telefonisch unter Hotline (09191) 9504606 oder per E-Mail an termin.impfzentrum@ugef.com für einen Termin anmelden. Ein Anruf ist montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr möglich, an den Sonn- und Feiertagen von 8 bis 12 Uhr.

Bei der Planung sollte beachtet werden, dass gleich zwei Termine vereinbart werden – da nach 21 Tagen eine zweite Impfung notwendig ist, um den vollen Immunschutz zu erhalten. Die Impfung gegen das Coronavirus ist kostenlos.

Bitte mitbringen

Das Landratsamt weist auf eine Reihe benötigter Dokumente für die Impfung hin: Neben der Terminbestätigung sollte der Impfausweis, falls vorhanden, zu der Impfung mitgebracht werden.

Falls vorhanden, sollten auch wichtige Unterlagen wie ein Herzpass, ein Diabetikerausweis oder eine Medikamentenliste mitgebracht werden. Die Coronaschutzimpfung wird, wie jede andere Impfung auch, im Impfausweis oder in einer Impfbescheinigung dokumentiert. Zur Vorbereitung können Sie sich bereits die Aufklärungsbögen des RKI und die Datenschutzinformationen online herunterladen. Die jeweiligen Links zu den Dokumenten finden Sie auf der Internetseite des Landratsamtes.

PHILIPP ROTHENBACHER

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