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Entsteht in Ebermannstadt der größte Solarpark in der Fränkischen Schweiz?

Investoren sollen gerade händeringend auf der Suche nach Grundstücken sein - 08.06.2021 10:17 Uhr

Die Solarinvestoren geben sich im Stadtgebiet von Ebermannstadt gerade die Klinke in die Hand - davon spricht jedenfalls Stadtrat Thomas Dorscht und behauptet, dass auf der Langen Meile der größte Solarpark in der Fränkischen Schweiz geplant sei. Bürgermeisterin Christiane Meyer bestätigt Gespräche.

07.06.2021 © Foto: Berny Meyer


"Weil sich die Voraussetzungen für den Bau von großen Photovoltaik-Anlagen (PV) geändert haben, ist da jetzt Bewegung drin", sagt Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE). Betreiber seien daher überall, nicht nur auf Ebermannstädter Gebiet, auf der Suche nach geeigneten Flächen, berichtet sie. Doch im Vorfeld müsse vieles geprüft werden.

Investoren auf der Suche

Seit einiger Zeit würden sich Solarinvestoren bei Grundstückseigentümern im Mühlbachtal die Türklinke in die Hand geben, schreibt FDP/BFE-Stadtrat Thomas Dorscht in einer Mail an die NN. Drei Unternehmen würden bei Pächtern und Grundstücksbesitzern in Neuses-Poxstall um deren Gunst buhlen, mit bis zu 30-jährigen Pachtverträgen zur Errichtung eines Solarparks in der Flur auf dem Neuseser Berg. Man höre, dass auf der Langen Meile die größte Sonnenkraftanlage der Fränkischen Schweiz errichtet werden soll, insgesamt gehe man von bis zu 30 Hektar aus. Die Leistung soll rund 900 bis 1000 kW/p pro Hektar erreichen, so Dorscht.

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Wie hier der aktuelle Sachstand sei, das habe er jüngst in der Stadtratssitzung nachgefragt und die Stadtchefin hätte nur geantwortet, dass man den Stadtrat darüber zu gegebener Zeit informieren werden. "Ja, das stimmt so", bestätigt Meyer und sagt: "Wir sind grundsätzlich offen für alternative Energien."

Ein langer Prüfungsprozess

Durch die Änderung der Vorschriften für PV-Anlagen gebe es mehr Möglichkeiten, daher seien nicht nur Firmenvertreter, sondern natürlich auch die örtlichen Stadtwerke auf der Suche nach geeigneten Flächen auf Ebermannstädter Gebiet. Doch selbst wenn man da Flächen finde, sei es "ein langer Prüfungsprozess, ob man dem tatsächlich nähertritt", verdeutlicht die Bürgermeisterin.

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So müssten viele Faktoren überprüft werden: Zum Beispiel, ob eine PV-Anlage im Flächennutzungsplan, der gerade aufgestellt werde, überhaupt so ausgewiesen werden könne. Dazu komme, dass der vorgelagerte Netzbetreiber, hier die Bayernwerk Netz GmbH, erst schauen müsse, ob man an der angedachten Stelle überhaupt so viel Strom ins Netz einspeisen könne. Seien solche Themen geklärt, werde natürlich der Stadtrat informiert.

Nicht viele Flächen in Ebs

"Wir tragen jetzt alle Fakten zusammen und dann kann unser Planer dem Stadtrat geeignete Flächen vorschlagen", stellt Meyer in Aussicht. Allerdings, so viel sei schon klar: "Ebermannstadt hat nicht viele Flächen, die sich für eine große PV-Anlage eignen würden."

Auf die Forderung, "einen entsprechenden Beteiligungsfonds für die Bürger/innen zu bilden, damit auch das erwirtschaftete Kapital in der Stadt und Region erhalten bleibt", wie Stadtrat Dorscht in seiner Mail ausführt, entgegnet die Bürgermeisterin: "Das ist heutzutage absoluter Standard, dass Bürgerinnen und Bürger an solchen PV-Anlagen beteiligt werden. Doch dieser Schritt kommt erst viel, viel später."

"Ich bin regenerativen Energien gegenüber absolut offen", betont sie. Daher sei zunächst zu prüfen, was vor Ort überhaupt möglich ist. "Ich wünsche mir, dass wir hier alle ergebnisoffen und auf sachlicher Ebene über dieses Thema diskutieren und einen Schritt nach dem anderen machen", formuliert Meyer ihre Hoffnung für die anstehende Debatte im Stadtrat.

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