Forchheim: Jahn-Gelände wird endgültig Wohnviertel

Ulrich Graser
Ulrich Graser

Stv. Redaktionsleiter, Nordbayerische Nachrichten für Forchheim und Ebermannstadt

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24.7.2019, 10:37 Uhr
So soll das „Philosophenviertel“ aussehen: Sieben Häuser und eine Blockrandbebauung (im hinteren Bereich des Fotos zu sehen) sollen auf dem Jahn-Gelände dringend benötigten Wohnraum schaffen.

So soll das „Philosophenviertel“ aussehen: Sieben Häuser und eine Blockrandbebauung (im hinteren Bereich des Fotos zu sehen) sollen auf dem Jahn-Gelände dringend benötigten Wohnraum schaffen. © Foto:planwerkstatt-architekten

Die entsprechenden Planunterlagen und die notariell abgesicherten Vertragswerke zwischen der Stadt, dem Investor Dignus, den Sportvereinen Jahn, ATSV und VfB Forchheim sind vom Stadtrat einmütig gebilligt worden (die drei FDP-Stadträte fehlten allerdings in der Sitzung).

Sprecher aller (anwesenden) Fraktionen würdigten den eigenen Beschluss als Abschluss eines langwierigen, äußerst komplexen Themas, weil so viele Interessen mit sehr unterschiedlichen juristischen Konstruktionen unter einen Hut gebracht werden mussten.

Im "Philosophenviertel" sollen 286 Wohnungen mit ein bis sechs Zimmern gebaut werden, davon 90 Sozialwohnungen. Es wird eine Tiefgarage mit 276 Stellplätzen geben, außerdem ein Parkhaus mit rund 450 Stellplätzen.  Seniorenwohnen, betreutes Wohnen, eine Kindertagesstätte mit 148 Plätzen, ein Boardinghaus mit 70 Appartments für längere (Arbeits-)Aufenthalte, Arztpraxen, Läden und Cafés - all das und noch mehr soll zwischen Gründelbach, Jahn-Straße, Nürnberger Straße und Theodor-Heuss-Allee neu entstehen.

Bis es so weit ist, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Der ATSV siedelt in den Osten der Stadt auf das frühere Germania-Gelände um, der Jahn zieht in den Norden aufs heutige VfB-Gelände. Der VfB hat sich ein Nutzungsrecht für sein an den Jahn verpachtetes Gelände gesichert, hat aber künftig keine "eigene" Heimstatt mehr. Die Jahnhalle wird abgerissen.

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