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Samstag, 28.11.2020

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Hausen: An der "Krone" wird gewerkelt

Trotz Corona gehen hinter den Kulissen die Sanierungsarbeiten am Traditionsgasthaus weiter - 16.11.2020 08:00 Uhr

Die Außenansicht von der Straße her ist noch unverändert: Doch im Inneren des alten Gasthauses mitten in Hausen sind viele Vereinsmitglieder ehrenamtlich fleißig, damit in die Wirtschaft so bald wie möglich wieder Leben einkehren kann.

15.11.2020 © Alexander Hitschfel


Nach verschiedenen ergebnislosen Anläufen in den letzten Amtsperioden sollen es nun der neue Bürgermeister Bernd Ruppert (CSU) und der Gemeinderat richten. Dieter Hofmann ist eines von fünf Mitgliedern des Leitungsteams von Krone e.V., einem Verein, der sich dem Erhalt der Traditionsgastwirtschaft verschrieben hat.

Während andere Vereine mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, sei der Verein Krone e.V. in der glücklichen Lage über die letzten Jahre hinweg einen starken Mitgliederzuwachs zu verzeichnen, so Hofmann. Rund 150 Bürgerinnen und Bürger sind inzwischen eine Mitgliedschaft eingegangen und verfolgen – wie auch das Leitungsteam – das Ziel die Gastwirtschaft im Dorf zu erhalten.

"Eigentlich wollten wir das Thema nach den Kommunalwahlen im Frühjahr dieses Jahres mit dem neuen Bürgermeister und dem neuen Gemeinderat angehen; doch dann kam Corona dazwischen", erzählt Hofmann. Die Gaststätte, die der Verein selbst bewirtschaftet, ist bereits mehrere Monate coronabedingt für die Öffentlichkeit geschlossen.

Neue Terrasse gebaut

Doch hinter den Kulissen wird kräftig gewerkelt. Zahlreiche ehrenamtliche Vereinsmitglieder packen mit an, damit der Gebäudekomplex wieder hergerichtet wird. So wurden Nebenraum und Gaststube, Toiletten, Küche und jetzt in diesem Jahr auch eine neue Terrasse errichtet, wo künftig dann ein Biergarten entstehen soll.

Die Außenansicht von der Straße her ist noch unverändert: Doch im Inneren des alten Gasthauses mitten in Hausen sind viele Vereinsmitglieder ehrenamtlich fleißig, damit in die Wirtschaft so bald wie möglich wieder Leben einkehren kann.

15.11.2020 © Foto: Alexander Hitschfel


Ein Brandanschlag auf das Gebäude in diesem Jahr, der allerdings zum Glück glimpflich über die Bühne ging, konnte die Ehrenamtlichen nicht abhalten, weiterhin mit Feuereifer an der Renovierung des Gebäudes zu arbeiten. Der oder die Täter, die den Brandanschlag verübt hatten, konnte die Polizei jedenfalls bis heute nicht fassen.

"Wir haben gemeinsam mit der Polizei Kameras angebracht, um im Wiederholungsfalle die Täter zu filmen", sagt Hofmann. Doch der oder die Täter gingen den Ermittlern bisher nicht in die Falle. Die rückwärtige Sandstein-Fassade des Gebäudes wurde damals durch den Brandanschlag stark in Mitleidenschaft gezogen; ein nicht unerheblicher Schaden, der aber durch die Versicherung reguliert wurde.

Gemeinde stellt das Material

Während die Vereinsmitglieder ehrenamtlich für den Erhalt der Krone arbeiten, stellt die Gemeindeverwaltung das jeweilige Material für die Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung. Und was ist, wenn die Renovierungsmaßnahmen jetzt wegen eines anderweitigen Nutzungskonzeptes umsonst gewesen sind?

"Daran glauben wir nicht", stellt Hofmann klar, denn das Nutzungskonzept – die Krone soll künftig verschiedene Vereine beherbergen – stünde seit Jahren und ihm sei nichts bekannt, dass geplant sei, die ursprünglichen Planungen "über den sprichwörtlichen Haufen zu werfen", so Hofmann.

Neben den 15 Euro Mitgliedsbeiträgen finanziert sich der Verein über die Ausrichtung der jährlichen Kirchweih, die in diesem Jahr coronabedingt nur im "internen Rahmen" stattfinden konnte. Nachdem der Projektfortschritt nun 2020 aufgrund der Corona-Krise ins Stocken geraten ist, wünscht sich Hofmann, dass 2021 wieder "etwas Normalität" einkehrt und man gemeinsam mit der Verwaltung die Sanierung des Krone-Anwesens vorantreiben könne.

Saal ertüchtigen

Auch der der Wirtschaft angegliederte Saal, der eine Platzkapazität von 200 bis 250 Personen hat, soll schnellstmöglich ertüchtigt werden, damit auch wieder Veranstaltungen darin stattfinden können, wie Hofmann hofft. Bürgermeister Bernd Ruppert (CSU) weiß um die großen Erwartungen, die der Krone-Verein in seine Person setzt.

"Wir sind darüber, dass wir schnellstmöglich die Förderung im Rahmen des ISEK-Förderprogrammes bekommen", sodass man dann mit dem Projekt weiter machen könne, sagt Ruppert im Gespräch mit den Nordbayerischen Nachrichten. Im Krone-Verein ist man guter Dinge, dass das ins Stocken geratene Projekt mit dem neuen Bürgermeister und dem neuen Gemeinderat nun endlich fortgeführt werden kann.

ALEXANDER HITSCHFEL

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