Mehr Unterstützung für das Tierheim nötig

Hundesteuer: Die Gemeinden im Landkreis Forchheim dürfen nicht nur die Hand aufhalten

Patrick Schroll
Patrick Schroll

stv. Redaktionsleiter Nordbayerische Nachrichten Forchheim

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20.10.2021, 17:08 Uhr
Hund, Katze, Maus und Co: Das Tierheim Forchheim ist das Zuhause von Zwei- wie Vierbeinern. 

Hund, Katze, Maus und Co: Das Tierheim Forchheim ist das Zuhause von Zwei- wie Vierbeinern.  © privat

Bei der Hundesteuer halten die Gemeinde gerne die Hand auf. Die Ortskasse profitiert, die Hundebesitzer und die Tiere selbst in den wenigsten Fällen. Ob Mülleimer, um den Hundekot zu entsorgen oder Spielwiesen – wie in Kirchehrenbach – auch auf dem Land: Bei all diesen Vorhaben und Vorschlägen finden die Gemeinden immer Argumente, warum sie bisher noch nichts getan haben oder nicht mehr tun.

Bei der regelmäßigen Erhöhung der Hundesteuer gibt es in Gemeinderäten selten Diskussionen, anders, wenn es um eine Aufstockung der Hilfe an das Tierheim Forchheim geht. Mit 10 Cent pro Einwohner pro Jahr unterstützen 23 von 29 Landkreisgemeinden die Helferinnen und Helfer des Tierheims, die sich 365 Tage im Jahr um die Geschöpfe kümmern, um die sich acht- und verantwortungslose Menschen nicht mehr kümmern wollen und um die sich die Gemeinden alleine nicht kümmern könnten. Der Tierschutzverein übernimmt für sie diese Aufgabe. Und das zu einem Spottpreis.

Die Gemeinden müssen ihre Beiträge erhöhen

Ein kurzes Rechenbeispiel: Nehmen wir eine mittelgroße Gemeinde von rund 2000 Einwohnern im Landkreis. Im Schnitt sind dort 50 Hunde gemeldet. Bei einer – niedrig – angesetzten Hundesteuer von 50 Euro ergeben sich pro Jahr 2500 Euro Steuereinnahmen. 200 Euro fließen als Hilfe an das Tierheim. Da ist Luft nach oben. Nicht nur für mehr Mülleimer oder Spielwiesen, sondern gerade auch für das Tierheim.

Forchheim hat jetzt seinen Beitrag auf 25 Cent pro Einwohner erhöht. Das war längst überfällig. Das Tierheim steht seit Jahren unter Druck, es braucht dringend ein größeres und moderneres Heim. Der Betrieb läuft auf Anschlag. Die Landkreisgemeinden sind in der Pflicht, diese Nöte anzuerkennen und ihren Beitrag zu erhöhen. Für den einzelnen Ort ist auch die doppelte Summe noch Kleinvieh. Doch der macht bekanntlich ja auch Mist.

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