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Sonntag, 15.09.2019

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Jäger sorgt für SEK-Einsatz in Egloffstein

Polizei identifiziert die Waffen, die in Egloffstein benutzt wurden - 04.09.2019 05:31 Uhr

In Egloffstein rücken Einsatzkräfte des SEK an (Symbolbild). © dpa


Bei der Polizei gingen am Freitag gegen 19 Uhr mehrere Mitteilungen von Anwohnern ein, dass ein Bewohner auf seinem Grundstück mit Waffen um sich geschossen haben soll. Wie inzwischen bekannt ist, befand sich der Mann, der im späteren Verlauf vom SEK beim Verlassen seines Hauses überwältigt wurde, zum Tatzeitpunkt in einem psychischen Ausnahmezustand und war stark alkoholisiert. Die Beamten, die aufgrund der unklaren Situation vor Ort und im Wissen, dass der Mann legal im Besitz von Waffen ist, das Spezialeinsatzkommando alarmierten, stellten nach der Festnahme des 59-Jährigen die Waffen sicher und veranlassten seine Zwangseinweisung.

Facebook-Gruppe nicht mehr öffentlich sichtbar

Bürgermeister Stefan Förtsch befand sich am Freitag noch im Urlaub und wurde über eine Facebook-Gruppe, die eigentlich für die Nachbarschaftshilfe gedacht war, auf die Vorkommnisse aufmerksam. In der Gruppe wurde laut Frötsch dazu aufgerufen, den Bereich zu meiden. Die Gruppe soll nicht mehr öffentlich sichtbar sein.

Förtsch, der zwischenzeitlich Kontakt zur Polizeiinspektion Ebermannstadt hatte, verweist für weitere Informationen auf Manfred Hänchen, den Leiter der Dienststelle. Dieser berichtet, dass der Beschuldigte mit einer Schreckschusswaffe und einem Schrotgewehr geschossen haben soll. Die Schüsse seien vom Balkon des Hauses "fast senkrecht in die Luft" abgegeben worden. Da der Mann als Jäger tätig ist, war er legal im Besitz dieser Waffen.

Waffen sichergestellt und entzogen

Die Lebensgefährtin des Mannes konnte nach seiner Festnahme laut Polizei unversehrt im Haus angetroffen werden. Nach Polizeiangaben wurden bei dem Einsatz keine Personen verletzt und auch kein fremdes Eigentum beschädigt.

Unterdessen klärt die Polizei noch die genauen Hintergründe der Tat. Die sichergestellten Waffen wurden dauerhaft entzogen, während das weitere Vorgehen gegen den Jäger vom Landratsamt koordiniert wird.

  

MICHAEL ENDRES

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