Montag, 18.11.2019

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Kunreuth: A-Capella-Nacht begeisterte

Vokalensemble TroubaDur feierte 25. Jubiläum - 04.11.2019 08:00 Uhr

Und jetzt mal ganz genau hinsehen: Landrat Hermann Ulm (4. von rechts) singt mit bei TroubaDur © Franz Galster


"Geht nur rei, da muss wos sei, zur A-Cappella Nacht", sangen die Männer von Vokalensemble TroubaDur bei ihrem Einzug in den großen Saal des Rathauses – und bewiesen bei ihrem anschließenden Konzert: Lange viereinhalb Stunden Programm können sehr kurzweilig sein.

Das Vokalensemble aus Kunreuth feierte sein 25-jähriges Bestehen. Vorstand Ernst Strian konnte wieder auf ein attraktives Programm verweisen. Durch das zog sich eine Art Hitparade der Top Ten: Die Zuhörer hatten im vergangenen Jahr die Chance, ihr beliebtestes Lied von TroubaDur zu wählen. Sinnhaft auf Platz neun war dabei das Lied "Geh zu bleib do". Ihr langjähriger Sänger Ekkehart Wörlein hatte es einst selbst verfasst. Jetzt war er für immer gegangen.

Im Wechselspiel moderierten Vorsitzender Ernst Strian und Heinz Hofmann den Abend. Hofmann kündigte das Vokalensemble 6appeal aus Fürth an. Mit einem rockigen Marsch mit Tieren. Elefanten waren zu gefährlich, also wählten sie den Gänsemarsch. An anderer Stelle warnten sie vor dem Fahren mit der U-Bahn von Fürth nach Nürnberg. Das ist wie eine Grenze und "do kassiern’s di fei ab", warnten sie und empfehlen, lieber das Fahrrad zu nehmen.

"The Lion sleeps tonight", oder fränkisch "Konns nimmer säign" stimmte TroubaDur Kunreuth an und beschwerte sich über "Bauernbrotwöscht die ganze Wochen" und "grüna Bohna".

"Wir halten zusammen, unsere Freundschaft wird niemals untergehen, stimmte Sing-Tonic an, eine Singgruppe aus vier Boys und vier Girls. "Wir Mädchen lieben das Leben, romantisch und gefühlvoll" betonten die Mädels." "Mein größter Wunsch wäre es ein Zauberer zu sein", meinte Reinhard Potzner. Damit kündigte er Armani Rosemann aus Oberehrenbach an, der 20 Minuten lang die Zuschauer verblüffte – aus einem Tennisball vier machte, Ringe auf unerklärliche Weise verband oder einen Tisch fliegen ließ.

Stolz auf singenden Landrat

Bekannte Melodien präsentierte TroubaDur mit "Ohrwurm", das den sechsten Platz vor "Bressog mid Musigg" erreichte. Heinz Hofmann charakterisierte die Sänger. Hermann Ulm zum Beispiel, der schon einmal Kulinarisches als Landrat verpasse, um zur Probe zu kommen. Die Kunreuther TroubaDure sind stolz auf ihren singenden Landrat. Als Schirmherr des Jubiläums hielt er eine Ansprache.

Hohen Unterhaltungswert produzierte Belcanto Vocale aus Waischenfeld. Sie traten zum dritten Mal in Kunreuth auf. Liedern wie "Liebling, mein Herz lässt dich grüßen" von den Comedian Harmonists bis zu "Bella Italia" mit exzellenten Stimmen folgten oft witzige Einlagen des Sängers Peter Dahl. Platz zwei der TOP Ten errang "Hallelujah". Die acht Sänger von TroubaDur verteilten sich über den Saal, der abgedunkelt wurde. Für einen Moment entstand festliche, fast andächtige Stimmung. Unbestritten Platz eins belegte am Ende das Lied "Draun bo die Pfiffer". Passt eigentlich in die Jahreszeit, wo es tatsächlich reichlich Pfiffer im Wald gibt.

Reinhard Potzner hat das Lied komponiert und trug es lebhaft und in fester Stimme im Solo vor, die Zuhörer stimmten im Refrain ein.

Potzner führte auch Regie und hatte die Gesamtleitung der gelungenen Veranstaltung. Heinz Hofmann dankte vielen, die vor und hinter den Kulissen mitwirkten. "Applaus, sonst dürfen sie aus dem Saal nicht hinaus", forderte Heinz Hofmann am Ende. Dem folgten die Zuhörer gerne. "Etz is gor, etz is alles vorbei" sangen alle Akteure beim Auszug. Die Zuhörer stimmten mit ein und freuten sich schon auf die nächste Veranstaltung im nächsten Jahr.

FRANZ GALSTER

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