Mit dem Öko-Kistla den Reichtum der Fränkischen Schweiz nach Hause holen

10.12.2020, 15:37 Uhr
Die Kistla sind gepackt: Pia Keller und Christina Mark präsentieren sie.

Die Kistla sind gepackt: Pia Keller und Christina Mark präsentieren sie.

"Die Kiste kommt aus der Region und ist für die Region gedacht. Man soll die Vielfalt der Fränkischen Schweiz erleben können", sagt Lang im Gespräch mit den Nordbayerischen Nachrichten. Die Erzeugnisse stammen aus dem Umkreis der Ökomodellregion, die 29 Gemeinden in der Fränkischen Schweiz in den Landkreisen Forchheim und Bayreuth umfasst.

Regional produzieren, liefern und essen

Hinter der kleinen Kiste steckt eine große Idee. "Wir wollen regionale Lebensmittel auch regional vermitteln und eine gute Wertschöpfungskette hinbekommen", sagt Lang. Das Öko-Kistla ist nur ein Startpunkt. "Die Idee muss auch im Großen weitergehen. Wir sind derzeit im Gespräch, auch für die Vermarktung von Bio-Fleisch aus Oberfranken eine Wertschöpfungskette entstehen zu lassen", so Lang.

Wertschöpfungskette - das heißt: Bio-Produkte sollen nicht nur vor Ort erzeugt, sondern auch in der Region verkauft und schließlich von Abnehmern gegessen werden. Nicht nur Landwirte, Metzger oder Bäcker in der Region würden damit unterstützt. "Bio bietet den Rahmen, die Äcker und Felder viel schonender zu bearbeiten." Ohne lange Transportwege. Lang sieht Potenzial, einen Kreislauf entstehen zu lassen. "Wenn wir das schaffen, leisten wir einen enormen Beitrag." Für die Gesellschaft, Natur und Umwelt, ist er überzeugt. "Durch Vielfalt schaffen wir auch ein Bewusstsein in der Region für die Region."

"Bisher unbekannter Reichtum"

Für die Zukunft ist geplant, das Öko-Kistla mit weiteren Anbietern auszuweiten. "Es ist faszinierend, dass wir so viele Bio-Anbieter haben. Das ist ein Reichtum, der bisher noch nicht überall bekannt ist." Über 90 Bio-Landwirte in der Region liefern für das Öko-Kistla zu. Für das Frühjahr ist ein Bio-Einkaufsführer in gedruckter Form geplant.

Die Kisten enthalten je nach Größe Trockenware (Nudeln, Linsen), Säfte, alkoholische Getränke, eingemachte/eingekochte Ware (Fruchtaufstriche oder Wurst) sowie Öle. Die kleine Kiste (fünf Produkte) kostet 15 Euro, die große Kiste (9-11 Produkte) 34,50 Euro. Inzwischen liegen Bestellungen für 160 große und 70 kleine Öko-Kisten vor.

Sie können bis zum 17. Dezember bei der Ökologischen Land-Akademie am Feuerstein telefonisch oder per Mail bestellt werden: (09194) 7363-50 oder info@oeko-fraenkische.de. Die Käufer erhalten im Anschluss noch eine Bestätigung ihrer Bestellung. Am 21. Dezember können die bestellten Kisten bei der Ökologischen Land-Akademie (Kath. Landvolkshochschule Feuerstein), Burg Feuerstein 16 zwischen 9 und 17 Uhr abgeholt werden. Bei Großbestellungen oder wenn eine Abholung aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen nicht möglich ist, lässt sich in Absprache mit der Land-Akademie auch eine Lieferung klären.

Die Preise gelten für die Weihnachtszeit. Ab dem 11. Januar kann das große Öko-Kistla für 38,50 Euro und das kleine für 17 Euro nach Hause geholt werden.

Ziel ist eine ökologische Landwirtschaft

Neben einigen größeren Projekten, wie beispielsweise die Unterstützung des Aufbaus eines Bio-Getreidelagers oder den Ausbau der Bio-Gemeinschaftsverpflegung in der Ökomodellregion, werden auch Maßnahmen vorangebracht, die grundsätzlich dazu beitragen, den Bio-Anteil im Bereich der Lebensmittelproduktion und Ernährung in der Fränkischen Schweiz zu steigern. Ziel ist es, dass vermehrt landwirtschaftliche Betriebe auf eine ökologische Bewirtschaftung umstellen. Dies soll vor allem durch eine bessere Vernetzung und Zusammenarbeit von Erzeugern, Verarbeitern und Verbrauchern sowie in den Großküchen der Region geschehen. Ebenfalls thematisiert werden der Erhalt von Streuobstsorten und -flächen.

Die Vorsitzende der ILE "Fränkische Schweiz aktiv", Ebermannstadts Bürgermeisterin Christiane Meyer und der Vorsitzende der ILE "Wirtschaftsband A9", der Pegnitzer Bürgermeister Wolfgang Nierhoff, sehen in der Entwicklung und Verbreitung des Öko-Kistlas eine ideale Möglichkeit, die Ökomodellregion vor Ort genussvoll erleben zu können. Beide Verbünde sind Teil der Ökomodellregion. Pia Keller koordiniert das Projekt. Geleitet wird es neben Thomas Lang von Sabine Hafner.

Keine Kommentare