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Nach Panne bei der Kühlkette: Impfstart in Forchheim wurde verschoben

Nächste Lieferung voraussichtlich Dienstag - Große Nachfrage im Kreis - 27.12.2020 17:22 Uhr

Am heutigen Sonntag sollten im Impfzentrum des Landkreises in der Forchheimer Don-Bosco-Straße die ersten Landkreisbewohner gegen Corona geimpft werden - nun wurde der Start abgesagt. Das Foto stammt vom Testlauf im Zentrum wenige Tage zuvor.

23.12.2020 © Edgar Pfrogner


Doch kein Impfstart im Landkreis: Der Auftakt hätte am Sonntag erfolgen sollen, mit mobilen Teams in Pflegeheimen und vor Ort im Impfzentrum im ehemaligen Schülerwohnheim Don Bosco in Forchheim – doch er musste wegen Problemen in der Kühlkette verschoben werden.

„Der Betreiber unseres Impfzentrums (ASB Forchheim und das Ärztenetzwerk UGeF) hat uns mitgeteilt, dass auf Anordnung des Gesundheitsministeriums auch im Landkreis Forchheim aus Vorsichtsmaßnahmen die Impfdosen dieser Charge nicht verwendet werden dürfen“, teilte das Landratsamt mit. Demnach hat der Betreiber alle Impfungen, sowohl im Impfzentrum als auch durch die mobilen Teams, abgesagt.

Teams waren bereit

Beim Auslesen der Temperaturlogger – das sind digitale Messgeräte, die in den zentral beschafften Kühlboxen beigelegt wurden – seien „Zweifel an der Einhaltung der Kühlkette für den Impfstoff aufgekommen“, hieß es in einer Pressemitteilung des Bayreuther Landratsamtes. Betroffen waren die Impfzentren in Pegnitz und Bayreuth sowie die der Landkreise Coburg, Lichtenfels, Kronach, Hof, Wunsiedel und Kulmbach.

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Mit einem großen Kraftakt haben das Technische Hilfswerk und mehrere Feuerwehren des Landkreises in den letzten Tagen das Forchheimer Impfzentrum im ehemaligen Schülerwohnheim "Don Bosco" eingerichtet. Es ist eines von zwölf in ganz Oberfranken und soll, wenn es in Betrieb geht, mindestens 300 Impfungen pro Tag schaffen. Am Mittwochabend gab eine erste Trockenübung – natürlich noch ohne den Impfstoff – um die Abläufe erproben und betrachten zu können. Die Nordbayerischen Nachrichten waren mit dabei und erklären, was die Impfwilligen dort erwartet.



Zuerst wäre in Forchheim am Sonntag ab 10 Uhr eine Pflegeeinrichtung in Unterleinleiter zum Impfen an der Reihe gewesen, später 30 Personen im Impfzentrum. „Unsere Teams waren abfahrbereit“, berichtete Lukas Hänsch, Sprecher des ASB. Insgesamt sind 40 bis 50 Einsatzkräfte für die Impfungen im Einsatz.

Telefon-Hotline für Impftermine teils überlastet

Alle angemeldeten Personen seien telefonisch über die Absage informiert worden. „Auch wenn es ärgerlich ist, die 100-prozentige Sicherheit geht vor“, so Hänsch. Die nächste Lieferung wird laut Forchheimer Landratsamt voraussichtlich am Dienstag, 29. Dezember, eintreffen.
Im Landkreis ist die Nachfrage nach Impfungen laut Hänsch „riesig“: „Wir haben allein 200 Anfragen für die kommende Woche. Es rufen so viele Interessierte an, dass die Telefonleitung dauernd belegt ist“, so Hänsch. Es wird empfohlen, falls möglich, zunächst eine E-Mail zu schreiben. Das Impfzentrum ruft dann zurück und macht Vorschläge für die beiden Termine – nach 21 Tagen ist bekanntlich eine zweite Impfung notwendig.

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Personen über 80 Jahre, die nicht in einem Heim leben, können sich für die Impfungen anmelden, telefonisch unter der Hotline (09191) 9504606 oder per E-Mail an termin.impfzentrum@ugef.com. Ein Anruf ist montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr möglich, an den Wochenenden und Feiertagen von 8 bis 12 Uhr.

Fast in ganz Oberfranken musste der Impfstart verschoben werden. Nur die kreisfreie Stadt Bamberg meldete bislang keine Probleme. Dort sei wie geplant geimpft worden, sagte eine Sprecherin auf NN-Nachfrage. Auch in weiteren Teilen Bayerns wurden Pannen bei der Auslieferung bekannt, unter anderem in Augsburg: Der Landkreis teilte mit, dass die Kühlkette nicht mehr nachvollziehbar gewesen sei.

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