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Neuer Corona-Hotspot: Das "Sonnenhaus" in Unterleinleiter ist betroffen

Ausbruch vor den Zweitimpfungen: Hälfte der Bewohner im Wohnheim ist infiziert - 05.02.2021 15:26 Uhr

Archivfoto: Im Sonnenhaus in Unterleinleiter ist es nun zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Etwa die Hälfte der Bewohner ist infiziert.

05.02.2021 © Privat


Während die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner in den meisten Landkreisen und kreisfreien Städte der Region am Sinken ist, nimmt sie im Kreis Forchheim zuletzt wieder deutlich zu (derzeit 142,0).

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Auch in vereinzelten Gemeinden wurde im Laufe der letzten sieben Tage ein sprunghafter Anstieg der Infektionsfälle gemeldet – vor allem in Unterleinleiter: Verzeichnete man dort Ende vergangener Woche noch zwei nachgewiesene Fälle, sind es – Stand 5. Februar – inzwischen 37.

Hälfte der Bewohner infiziert

Der Grund für diesen neuerlichen Ausbruch: das "Sonnenhaus" der Hoecke-Lauermann-Stiftung, ein Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung. Derzeit sei etwa die Hälfte der Bewohner infiziert, wie Einrichtungsleiter Michael Sandner mitteilt. "Glücklicherweise haben wir aber keine covidbedingten Todesfälle".

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Auch unter dem Personal gebe es Infektionen. "Deswegen suchen wir gerade nach Mitarbeitern", so Sandner. Die entsprechenden Anforderungen für Freiwillige finden sich auf dem Portal www.pflegepool-bayern.de. "Die Lage ist angespannt", sagt der Einrichtungsleiter, "wir schauen von Tag zu Tag und sind für unsere Bewohner da". Anfang kommender Woche sollen zehn Bundeswehrsoldaten dem verbliebenem Heimpersonal unterstützend unter die Arme greifen.

Vier verschiedene Häuser für Menschen mit Behinderung

Die Einrichtung Sonnenhaus besteht aus vier verschiedenen Häusern, zwei davon seien komplett infektionsfrei, "und durch diese Trennung sind wir auf einem guten Weg, das Virus einzudämmen", so Sander. Wie Corona in die Einrichtung kam, sei noch nicht geklärt, in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt werden Infektionsketten nachverfolgt.

Weil die Erstimpfungen im Sonnenhaus kurz vor dem jetzigen Ausbruch erfolgt waren, hofft Sandner auf mildere Verläufe bei den an Covid-19 Erkrankten.

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