Sonntag, 29.03.2020

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NN-Aktion: Haben Sie Fragen zur Kinder-Erziehung in Zeiten von Corona?

Wir sammeln Ihre Fragen, die Forchheimer Erziehungsberatungsstelle antwortet - 26.03.2020 10:55 Uhr

Ob zusammen oder alleinerziehend: Die Corona-Krise stellt viele Familien auf eine harte Belastungsprobe. © Patrick Pleul/dpa


„Wir alle spüren gerade eine Zeit der Verunsicherung, der Anspannung, der Verinselung zuhause und der ungewohnten Anforderungen. Es gibt keine Vorerfahrungen zu dieser Situation und wir können nur schwer einschätzen, wie es weitergeht“, teilt die Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle der Caritas für den Landkreis Forchheim mit.

Welche Fragen bewegen Sie als Eltern in der Corona-Krisenzeit? Schreiben Sie der Redaktion unter redaktion-forchheim@pressenetz.de, welche Themen Sie im Zusammenleben mit Ihren Kindern aufgegriffen haben möchten. Die häufigsten Fragen und die dazugehörigen Antworten der Beratungsstelle werden dann an dieser Stelle online sowie in der Printausgabe der NN veröffentlicht.

„Was können Familien tun, damit die Seele nicht noch mehr leidet, denn wir Menschen sind ja als soziale Wesen auf Kontakte, Austausch und Anerkennung angewiesen?“, fragt die Beratungsstelle. „Und von wegen ,Entschleunigung‘: Die meisten von Ihnen wuppen gerade mehrere Berufe gleichzeitig und sind durch das ,sich auf der Pelle hocken‘ massiv gefordert. Sie können die Kinder nicht einfach mal rausschicken und die sechzigste kreative Bastelidee aus dem Ärmel schütteln.“ Dies löse bei vielen Eltern Stress aus.

Suchen Sie sich Nischen

Auch wenn es schwierig ist: „Suchen Sie sich Nischen, wenigstens eine kleine Auszeit für sich allein. Eine kurze Runde um den Block zu gehen kann manchmal genügen, um den Akku wieder aufzuladen.“ Auch für die Partnerschaft sei es jetzt wohltuend, wenn jeder Partner mal alleine etwas für sich tue im häuslichen Umfeld, sagen die Experten. „Knüpfen Sie an das an, was Ihnen sonst auch Freude bereitet, selbst wenn es vielleicht nun andere Formen braucht.“

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Und die Erziehungsberater glauben, dass es hilfreich sein kann, auch zu hören, was Kinder dazu meinen. Kinder haben den Mitarbeitern der Stelle beispielsweise berichtet, was sie zurzeit am meisten vermissen: „Spontan rauskönnen und mit anderen Kindern was ausmachen“, meint etwa Timo (10) – und empfiehlt, stattdessen mit den Freunden eine Videokonferenz zu vereinbaren.

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Haben die Kinder für uns Erwachsene ebenfalls eine gute Idee? Leonie empfiehlt: „Spaß haben und nicht nur schlechte Nachrichten angucken!“ Obwohl es wichtig ist, sich immer mal wieder abzulenken, gibt es gerade jetzt schwierige Situationen zuhause, die große Sorgen bereiten oder die man in der Familie schlecht allein regeln kann. „Und viele Alleinerziehende müssen sich nun noch mehr durchwursteln als sonst und alles alleine bewältigen.“

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Caritas- Erziehungsberatungsstelle, sind deshalb weiter für eine Beratung telefonisch erreichbar unter der Numme (09191) 707240.

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