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"Politischer Sprengstoff": Jens Herzog aus Effeltrich will in den Bundestag

38-Jähriger will in Berlin Politik mitgestalten - Perspektiven in der Pandemie gefordert - 31.03.2021 16:40 Uhr

Jens Herzog aus Effeltrich bewirbt sich um einen Sitz im Bundestag.

17.03.2021 © Christian Spicker via www.imago-images.de


Die Freien Wähler in der Region setzen auf Jens Herzog als Bundestagskandidat. Der 38-jährige Herzog aus Effeltrich steigt für die Freien Wähler der Kreisverbände Bamberg-Stadt, Bamberg-Land und Forchheim in den Ring des Wahlkampfes für den Bundestag. Einstimmig nominierten ihn die stimmberechtigten Delegierten im Pilatushof Hausen.

Herzog arbeitet als Softwareentwickler für Computertomographie für Siemens Healthcare in Forchheim, ist seit 2017 Mitglied im Ortsverband der Freien Wähler Effeltrich/Gaiganz, sowie Mitglied in der Landes- und Bundesvereinigung. Nebenbei betätigt er sich in seiner Freizeit als lizensierter Funkamateur.

Digitalisierung und Einzelhandel

Jens Herzog fordert Perspektiven in der Pandemie.

31.03.2021 © Foto: Karl-Heinz Wirth


In seiner Rede unterstrich Herzog, dass die Freien Wähler für Perspektiven in der Corona-Krise stehen. Gerade Digitalisierung und Einzelhandel, Innovation und Umweltschutz würden sich bei den Freien Wählern nicht ausschließen. Bildung und Schule, zweifellos ein Thema, in dem politischer Zündstoff steckt, sagt Herzog.

"Die Corona-Pandemie hat unser Bildungswesen von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Die Erfahrungen sind Zwiespältig: Viele Lehrer, Eltern und Schüler zeigen ein großartiges Improvisationsvermögen und kommen auch unter diesen schwierigen Bedingungen gut voran. Weiter brauchen wir ein Konzept für die Aufarbeitung versäumter Lerninhalte."

Die Rente soll reformiert werden

Ferner nennt er eine nationale Wasserstoffindustrie als Ziel, eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen, ohne einen Strom-Blackout zu riskieren. In Sachen IT verschlafe Deutschland die Entwicklung. Es sei dringend gegenzusteuern. Die mangelnde Digitalisierung stand in den vergangenen Monaten häufig im Fokus, meist im Vergleich mit anderen Ländern. Darüber hinaus machten sich die Freien Wähler für eine Rentenreform stark.

"Die Freien Wähler sind bereit für den Bundestag. Eine ideologiefreie Sichtweise gehört nach Berlin", betonte Herzog. Zuvor hatte der stellvertretende Kreisvorsitzende Karl Germeroth von deutlich besseren Prognosen gesprochen als noch 2017. Die Schwäche und die Skandale der etablierten Parteien würden den Freien Wählern in die Tasche spielen. Unter der jetzigen Regierung stünden Unternehmen im Lockdown vor dem Ruin und Selbständige vor der Insolvenz. Es gebe Milliarden von Ausgaben ohne Gegenfinanzierung, und das ungebremste Wachstumsdenken gehe auf Kosten der Umwelt, hinzu komme eine nur halbherzige Energiewende. Die Politiker der Freien Wähler wüssten, wo den Menschen der Schuh drückt. Auch Umweltminister Thorsten Glauber sieht die Zeit dafür gekommen, auf Bundesebene eine neue Kraft zu installieren.

Die Wahl von Herzog zum Bundestagskandidaten fiel einstimmig aus. Kräftiger Applaus signalisierte Rückhalt aus allen drei Kreisverbänden. Wie Herzog seinen Wahlkampf führen wird ist noch offen. Denn die Pandemie setzt Grenzen. Eine Strategie wird nun vorbereitet.

nn

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