Unübersichtliche Kreuzung an B85 wird entschärft

16.2.2019, 09:04 Uhr
Für unnötig viele Gefahrensituationen sorgt die „eigenartige“ Kreuzung bei Mönlas, bei der drei Straßen zusammentreffen. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach stellte das Projekt vor, das hier für mehr Sicherheit sorgen soll.

Für unnötig viele Gefahrensituationen sorgt die „eigenartige“ Kreuzung bei Mönlas, bei der drei Straßen zusammentreffen. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach stellte das Projekt vor, das hier für mehr Sicherheit sorgen soll. © Foto: Möller

Auslöser für den sofortigen Beginn der umfangreichen Umbaumaßnahmen dieser "eigenartigen" Kreuzung, erklärte Frank Viehmann, Leiter der Planungsabteilung beim Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, sei allerdings der akute Handlungsbedarf bei der Bogenbrücke über die Staatsstraße 2166 nach Vilseck. Die sei wie die Gewölbebrücke über den Krumbach statisch am Ende, führte Hannes Neudam von der Abteilung Brückenbau aus. In der ersten Bauphase werde man deshalb im Bereich der Kreuzung mit der Erneuerung aller Brückenbauwerke beginnen.

Dabei werde zuerst eine Zufahrtsrampe von der B 85 zur Staatsstraße 2166 als Behelfsumfahrung gebaut. Im zweiten Schritt, so Viehmann, erfolge die Erneuerung der Brücke über den Krumbach mit Anpassung der Auffahrtsrampe von der St 2166 zur B 85. Danach werde die Brücke der B 85 über die Staatsstraße gebaut.

Schnellstmöglich wolle man mit den Vorbereitungen für die Brückenerneuerungen beginnen, führte Viehmann auf Nachfrage dieser Zeitung weiter aus. Spätestens 2020. Die Baumaßnahme werde voraussichtlich mindestens zwei Jahre dauern.

In der zweiten Bauphase werde man den Umbau der Kreuzung in Angriff nehmen, erklärte Viehmann weiter. Auch der sei dringend notwendig, da die Kreuzung, an der drei Straßen zusammenkommen, die Verkehrsteilnehmer vor zahlreiche Probleme stelle. Besonders in den Jahren 2015 bis 2017 habe sich die Zahl der Unfälle – die Polizei erfasste 17 – in diesem stark befahrenen Kreuzungsbereich deutlich erhöht. Zudem habe der Lkw-Verkehr vor allem in Richtung Vilseck stark zugenommen.

Mit drei Maßnahmen soll die Verkehrssicherheit der Kreuzung verbessert werden: Zum einen sollen Unfall-provozierende Konfliktpunkte, im Kreuzungsbereich wurden 88 ermittelt, durch einen höhenfreien Umbau mit Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen beseitigt werden. Dazu werden die AS 12 Richtung Mönlas und die St 2166 hinter Pruihausen zusammengefasst und unterqueren gemeinsam die Brücke über der Straße nach Vilseck.

Damit kreuzt die AS 12 die B85 bei Mönlas nicht mehr. Wer mit dem Auto von Mönlas nach Auerbach oder Königstein will, muss dann im Bereich der Straßenbrücke auf den Beschleunigungsstreifen auffahren oder die Brücke unterqueren. Zum anderen gibt es an der B 85 bei Mönlas Bushaltestellen mit Wendemöglichkeit. Die Haltestelle in Mönlas fällt weg und wird durch Haltestellen im Bereich der Unterführung ersetzt.

Schließlich soll ein Geh- und Radweg von Mönlas entlang der Bundesstraße 85 unter der Straßenbrücke durch in Richtung Marktgemeinde Königstein gebaut werden. Damit soll auch ein Lückenschluss zwischen dem Grottenradweg und dem Vilstalradweg erfolgen. Eine offensive Besprechung mit den sieben von dem Projekt betroffenen Grundstücksbesitzern forderte Hans Martin Grötsch (FWG). Es sei wichtig, alle Betroffenen im Zuge dieses Vorentwurfs rechtzeitig einzubeziehen.

Eine andere Lösung für den Umbau der Kreuzung gebe es nicht, erklärte Viehmann auf die Frage von Bernhard Köller (FWG). Bei solchen Projekten müsse vom Grundsatz der Flächenersparnis ausgegangen werden. Und der könne nur mit der vorgestellten Lösung eingehalten werden. Zudem gebe es keinen Rechtsanspruch, die Kreisstraße AS 12 durch Mönlas an die B 85 anzuschließen.

Den wird es in absehbarer Zeit definitiv nicht geben, antwortete Viehmann auf die Frage von Horst Luber (CSU-EL) nach einem dreispurigen Ausbau der B 85 in diesem Bereich. Dazu gebe es derzeit keinerlei Erhebungen oder Überlegungen.

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