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Vatertag: Biergärten am Fünf-Seidla-Steig geschlossen

Die Risiken seien zu hoch, urteilen die Wirte - 20.05.2020 18:02 Uhr

Solche Fotos wie 2019 wird es heuer am Fünf-Seidla-Steig in Fränkischen Schweiz nicht geben.

© Petra Malbrich


Die Biergärten des bekannten Fünf-Seidla-Steigs in der Fänkischen Schweiz bleiben an Vatertag alle geschlossen, obwohl die Biergärten seit Montag wieder öffnen dürfen. Nicht bei den fünf Brauereien des Bier-Wanderwegs. Das haben die fünf Wirte beschlossen, gleich nachdem diese Lockerungen bekannt gegeben wurden. Die Gründe dafür sind vielfältig.

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Zum einen ist es in den Auflagen begründet. "Die Leute dürfen nicht ohne Begleitung in den Biergarten. Sie müssen von einer Bedienung am Eingang abgeholt werden. Sie muss dokumentieren, wer den Biergarten besucht, wann er kommt und wieder geht. Wir müssen uns auf die Angaben der Gäste verlassen, dürfen den Ausweis nicht kontrollieren“, erklärt Martin Hofmann, vom Hofmanns Bräu in Hohenschwärz. Die Vorsichtsmaßnahmen bedeuten den dreifachen Personalaufwand bei 60 Prozent weniger Gästen.

"Nicht der Vatertag, wie man ihn kennt"

Doch auch das Feedback früherer Gäste ist für den Wirt ausschlaggebend gewesen. "Viele Gäste sagten, unter diesen Bedingungen kommen wir nicht einmal, wenn geöffnet wäre", erklärt Hofmann. Die Bedingungen sind eine Maske beim Betreten und Verlassen des Biergartens, auf dem Weg zu den Toiletten und eine Maske den ganzen Tag für die Bedienungen. Da komme keine Stimmung auf.

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Das war auch ein Grund für Franz Winkler vom Biergarten der Klosterbrauerei in Weißenohe. "Es ist nicht der Vatertag, wie man ihn kennt", sagt Winkler. Der Vatertag sei längst nicht mehr der Wandertag ausschließlich für Herren. Viele Familien kämen und manche setzten sich einfach an den Tisch dazu, ohne etwas zu trinken. Diese Vatertage bedeuten geselliges Beisammensein, neue Bekanntschaften schließen, lachen, singen, trinken, sich auch einmal umarmen oder Bier aus einem Krug trinken, so Winkler.


Vatertag trotz Corona: Was ist erlaubt und was nicht?


Zugleich möchte der Wirt damit ein Zeichen setzen. Zum einen findet er das Infektionsrisiko aktuell noch zu hoch. Alkohol enthemme bekanntlich und so möchte er weder für die Gäste noch für sich selbst Situationen heraufbeschwören, die jemanden gefährden könnten. Zum anderen scheint noch nicht ins Bewusstsein eines jeden gedrungen zu sein, was erlaubt ist und was nicht, glaubt Winkler.

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Unterschiedliche Corona-Lockerungen verwirren

Nicht nur er, auch Irene Brehmer vom Lindenbräu in Gräfenberg erhält telefonische Anfragen von Personen, die Tische für zehn oder gleich 15 Personen reservieren möchten. Winkler fragt in solchen Fällen, aus welchem Bundesland sie kommen. Denn die unterschiedlichen Lockerungen in den einzelnen Bundesländern verwirre die Leute, wie solche Anfragen zeigen.

Für die Brauereichefs am Fünf-Seidla-Steig ist das Risiko gerade am Vatertag zu groß. So wird dieser Feiertag für die Wirte des Bier-Wanderwegs sicher nicht der Probelauf sein. Das haben sie in den sozialen Medien und auf den Homepages der jeweiligen Brauereien bereits erklärt. Den Vatertag verbringen die Wirte zum ersten Mal seit Bestehen des Wanderwegs für sich privat.

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Petra Malbrich

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