Dienstag, 24.11.2020

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Widerstand gegen die zahlreichen Funkmasten regt sich

Der Bauausschuss diskutiert über Antennengenehmigungen und Strahlenbelastung. - 21.10.2020 15:23 Uhr

Die Frage, ob für den Funkmast auf dem Y-Haus in Ebs überhaupt eine Genehmigung vorliegt, wurde im Bauauschuss aufgeworfen.

21.10.2020 © Foto: Marquard Och


Ein NN-Bericht aus Gößweinstein zu Protesten gegen die Errichtung eines Funkmasts war für CSU-Stadtrat Klaus Neuner Anlass, Anlagen wie den Mast auf dem Y-Haus im Ebser Mühlgraben näher unter die Lupe zu nehmen. Hier werde nicht nur empfangen, sondern auch gesendet, behauptete Neuner und stellte die Frage nach einer Genehmigung.

Christian Kiehr (NLE) pflichtete dem mit der Ansicht bei, langfristig sollten diese Anlagen aus dicht besiedelten Wohngebieten wie in diesem Fall verschwinden. Auseinandersetzungen seien zu Standorten auf dem Jura zu erwarten, fürchtete die Stadtchefin. Sie erinnerte an die Liste mit 17 Unterschriften aus Kanndorf gegen einen dorfnahen Mast, die ihr eine Delegation im Januar 2017 überreicht hatte (wir berichteten).

"Patenschaften" für Nistkästen?

Die Anmerkung des Wohlmuthshüller Oberland-Tats Heinrich Sponsel, dass keiner einen Funkmasten haben wolle, aber jeder wolle telefonieren, kommentierte Christiane Meyer so: "Es ist schon eine verrückte Sache, dass den Kommunen auch noch der Bau von Mobilfunkanlagen aufgehalst ist." Sie werde sich für nähere Erkundigungen an die Bezirksregierung wenden.

WGM-Stadtrat Stadtrat Sebastian Götz las aus mehreren NN-Berichten vor, etwa aus Eggolsheim-Kauernhofen/Rettern. Es ging darum, quer durch Gemeinde- und Privatwälder führende Fahrrad-Trial-Strecken einzudämmen und nach Möglichkeit mit einem Landkreiskonzept zu kanalisieren. Das wäre auch für die Hänge des Mühlbachtals nötig, so Götz. Ein bisschen eingeschlafen sei das vor Jahren im Rathaus vom Umsetzungsbeauftragten des "Wirtschaftsband A 9, Michael Breitenfelder, vorgestellte Projekt einer "Bikeschaukel" in der Fränkischen Schweiz, gestand die Bürgermeisterin. Doch werde jetzt nach Workshops der Integrierte ländliche Entwicklung (ILE) "Fränkische Schweiz aktiv" ein neues Signal kommen, das geeignet sei, die Naturschützer, die Waldbesitzer und die Jagdpächter zusammen zu bringen, zeigte sich Meyer, die gleichzeitig ILE-Vorsitzende ist, zuversichtlich.

Kaum erfolgreich dürfte der Einsatz von FDP-Bürgerforums-Rat Thomas Dorscht ausgehen, der sich für eine Flächennutzungsplanänderung hinsichtlich der Ausweisung eines Gewerbegebiets für eine in Niedermirsberg ansässige Schreinerei aussprach. Die Bürgermeisterin und die Rechtsaufsicht des Landratsamts hätten dem Antragsteller mehrfach deutlich gemacht, dass im Außenbereich keine zusätzliche Lagerhalle errichtet werden dürfe.

Bilderstrecke zum Thema

Atemberaubende Schönheiten: Die Fränkische Schweiz von oben

Aus bis zu 2.500 Metern Höhe blickte Tom Schneider, Fotograf aus Ebermannstadt, bei einer Fahrt mit einem Heißluftballon auf Dörfer, Natur und wunderschöne Ecken der Fränkischen Schweiz und des Landkreises Forchheim.


Schließlich war da noch die Fürsprache von Thomas Dorscht, den 25 Trafostationen der Stadtwerke mit Nistkästen und Insektenhotels einen "natürlichen" Gewinn zu geben. Vereine könnten Patenschaften übernehmen; das Bürgerforum stünde bereit, Nistplätze für Mauersegler und Turmfalken bereit zu stellen. Der BN-Ortsvorsitzende Christian Kiehr bestätigte, die Stadtwerke hätten die Idee bereits aufgegriffen.

Bereits im Juni hatte das Gremium für einen Wohnbau innerhalb des Bebauungsplans "Pretzfelder Straße" Befreiungen hinsichtlich der Dachaufbauten und des Geländeverlaufs erteilt. Jetzt forderte die Baubehörde die Schaffung von vier Stellplätzen anstelle einer Garage, die Rücknahme der geringfügig überschrittenen Höhen des Gebäudes sowie die Änderung der Dachneigung von 48 auf 45 Grad, die bewirkt, dass die Abstandsflächen eingehalten werden. Der vorgelegte Tekturplan erhielt einhellig das gemeindliche Einvernehmen.

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