Fragen und Antworten: Das kann die Mobilfunktechnik 5G

30.7.2018, 06:00 Uhr
Bei 5G werden sich nicht nur die Datenraten erhöhen, also die Surfgeschwindigkeit im Internet oder die Downloadrate beim Videostreamen. Wichtig wird der neue Standard laut dem Erlanger Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS auch für weitere Anwendungen, darunter die Industrie 4.0, das Internet der Dinge, die vernetzte Mobilität oder das autonome Fahren.
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Was unterscheidet 5G von seinen Vorgängern 4G/LTE oder 3G/UMTS?

Bei 5G werden sich nicht nur die Datenraten erhöhen, also die Surfgeschwindigkeit im Internet oder die Downloadrate beim Videostreamen. Wichtig wird der neue Standard laut dem Erlanger Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS auch für weitere Anwendungen, darunter die Industrie 4.0, das Internet der Dinge, die vernetzte Mobilität oder das autonome Fahren. © Andrea Warnecke, dpa

Für die ersten kommerziellen Anwendungen dürfte 5G ab dem Jahr 2020 verfügbar sein. Die Versteigerung der Frequenzen ist laut bayerischem Gesundheitsministerium für Anfang 2019 geplant. Die endgültigen Frequenzbereiche stehen noch ebenso wenig fest wie Anzahl und Art der neuen Mobilfunksendemasten.
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Wann ist der neue Standard nutzbar?

Für die ersten kommerziellen Anwendungen dürfte 5G ab dem Jahr 2020 verfügbar sein. Die Versteigerung der Frequenzen ist laut bayerischem Gesundheitsministerium für Anfang 2019 geplant. Die endgültigen Frequenzbereiche stehen noch ebenso wenig fest wie Anzahl und Art der neuen Mobilfunksendemasten. © AFP PHOTO / JOSEP LAGO

Da es sich beim Mobilfunk um eine vergleichsweise junge Technologie handelt, sind abschließend noch nicht alle Fragen geklärt, teilt das BfS mit.
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Wie sieht es mit möglichen Langzeitwirkungen aus?

Da es sich beim Mobilfunk um eine vergleichsweise junge Technologie handelt, sind abschließend noch nicht alle Fragen geklärt, teilt das BfS mit. © Andrej Sokolow, dpa

Nach jetzigem Stand von Wissenschaft und Technik geht von dem Mobilfunk laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) keine gesundheitliche Gefahr aus. Bei einer normalen Nutzung gebe es keine Belege für gesundheitliche Beeinträchtigungen, sagt BfS-Sprecherin Nicole Meßmer. Lediglich lokale Auswirkungen auf die Gewebetemperatur sowie geringfügige physiologische Reaktionen, denen nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand keine gesundheitliche Bedeutung zukomme, konnten beim Telefonieren mit dem Handy bislang nachgewiesen werden.
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Welche potenziellen Gefahren gehen von 5G für unsere Gesundheit aus?

Nach jetzigem Stand von Wissenschaft und Technik geht von dem Mobilfunk laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) keine gesundheitliche Gefahr aus. Bei einer normalen Nutzung gebe es keine Belege für gesundheitliche Beeinträchtigungen, sagt BfS-Sprecherin Nicole Meßmer. Lediglich lokale Auswirkungen auf die Gewebetemperatur sowie geringfügige physiologische Reaktionen, denen nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand keine gesundheitliche Bedeutung zukomme, konnten beim Telefonieren mit dem Handy bislang nachgewiesen werden. © Andrej Sokolow, dpa

Da es sich beim Mobilfunk um eine vergleichsweise junge Technologie handelt, sind abschließend noch nicht alle Fragen geklärt, teilt das BfS mit.
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Wie sieht es mit möglichen Langzeitwirkungen aus?

Da es sich beim Mobilfunk um eine vergleichsweise junge Technologie handelt, sind abschließend noch nicht alle Fragen geklärt, teilt das BfS mit. © Andrej Sokolow, dpa

Die IARC sieht begrenzte Hinweise auf eine krebserregende Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf den Menschen. Die IARC hat deshalb hochfrequente elektromagnetische Felder in die Gruppe
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Wie lautet die Einschätzung der Internationalen Krebsforschungsagentur?

Die IARC sieht begrenzte Hinweise auf eine krebserregende Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf den Menschen. Die IARC hat deshalb hochfrequente elektromagnetische Felder in die Gruppe "möglicherweise krebserregend für den Menschen" eingestuft. Allerdings konnten die Hinweise, die die IARC zu dieser Einstufung veranlasst haben, in Studien des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms nicht bestätigt werden, heißt es vonseiten des Bundesamtes für Strahlenschutz. © Andrej Sokolow, dpa

Auch diesbezüglich sind noch nicht alle Fragen beantwortet. In Anbetracht der Datenlage setzt sich das BfS für weitere Forschung in diesen Bereichen ein und empfiehlt zusätzliche Vorsorgemaßnahmen. So sollten Hersteller Geräte so konzipieren, dass Expositionen, also die Einwirkungen auf den Menschen, möglichst niedrig bleiben, erklärt BfS-Sprecherin Meßmer. Anwender sollten strahlungsarme Geräte bevorzugen.
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Wie wirkt sich Mobilfunk auf die Gesundheit von Kindern aus?

Auch diesbezüglich sind noch nicht alle Fragen beantwortet. In Anbetracht der Datenlage setzt sich das BfS für weitere Forschung in diesen Bereichen ein und empfiehlt zusätzliche Vorsorgemaßnahmen. So sollten Hersteller Geräte so konzipieren, dass Expositionen, also die Einwirkungen auf den Menschen, möglichst niedrig bleiben, erklärt BfS-Sprecherin Meßmer. Anwender sollten strahlungsarme Geräte bevorzugen. © AFP PHOTO

Bei sehr hohen Frequenzen, wie sie für 5G geplant sind, scheinen sehr viel höhere Datenraten möglich. Allerdings ist die Übertragungsreichweite in diesem Fall geringer. Bei den für die Nutzung durch 5G avisierten höheren Frequenzbändern um 26 Gigahertz und darüber findet die Absorption elektromagnetischer Felder laut dem Bundesamt für Strahlenschutz sehr nahe an der Körperoberfläche statt. Betroffen sind also Haut und Augen. Direkte Wirkungen auf innere Organe sind jedoch nicht zu erwarten. Indirekte Einflüsse auf den Körper, die über Rezeptoren in der Haut vermittelt werden könnten, sind noch wenig untersucht. Deshalb sieht das Bundesamt hier weiteren Forschungsbedarf, um die geltenden Grenzwerte weiter abzusichern.
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Welche weiteren Nachteile gibt es?

Bei sehr hohen Frequenzen, wie sie für 5G geplant sind, scheinen sehr viel höhere Datenraten möglich. Allerdings ist die Übertragungsreichweite in diesem Fall geringer. Bei den für die Nutzung durch 5G avisierten höheren Frequenzbändern um 26 Gigahertz und darüber findet die Absorption elektromagnetischer Felder laut dem Bundesamt für Strahlenschutz sehr nahe an der Körperoberfläche statt. Betroffen sind also Haut und Augen. Direkte Wirkungen auf innere Organe sind jedoch nicht zu erwarten. Indirekte Einflüsse auf den Körper, die über Rezeptoren in der Haut vermittelt werden könnten, sind noch wenig untersucht. Deshalb sieht das Bundesamt hier weiteren Forschungsbedarf, um die geltenden Grenzwerte weiter abzusichern. © AFP PHOTO / PAU BARRENA