17°

Dienstag, 25.06.2019

|

1111 Euro fürs Haus Phantasia

Ein symbolisches Kaufangebot der Künstler für ihr Quartier - 13.06.2011 16:00 Uhr

Ulrike Irrgang (li.) und Lutz Krutein, hier mit Mitarbeiterin Vanessa Schwarze, hat der Stadt ein symbolisches Kaufangebot fürs Haus Phantasia unterbreitet. © Edgar Pfrogner


Wie berichtet, will die finanziell klamme Stadt das Haus verkaufen. Die „Schule der Phantasie“, die seit 2007 im Erdgeschoss des dreistöckigen Gebäudes Theater-Workshops und Mitmach-Werkstätten für Kinder und Jugendliche anbietet, befürchtet nun, Ende 2012 obdachlos zu werden. Die Verantwortlichen sorgen sich überdies, dass ihnen der Titel „Jugendkunstschule“ aberkannt wird, wenn sie künftig womöglich keinen festen Standort nachweisen können.

Zwar hat die Stadt den Vereinsgeschäftsführern Ulrike Irrgang und Lutz Krutein mit dem Dachgeschoss der früheren Pfisterschule eine Alternative angeboten. Doch zeichnet sich ab, dass die „Schule der Phantasie“ die Miete nicht stemmen kann. Bürgermeister Markus Braun zufolge soll daher geprüft werden, ob es leerstehende Ladenflächen im Stadtzentrum gibt oder ob die Unterbringung in einer Grundschule möglich wäre.

Nach Informationen aus dem Liegenschaftsamt gibt es drei Kaufangebote, ein weiteres ist angekündigt. Es hieß, man werde versuchen, den Interessen aller Beteiligten gerecht zu werden. Ein Eigentümer, der die „Schule der Phantasie“ bleiben ließe, wäre im Rathaus gern gesehen, doch müsse auch der Kaufpreis stimmen. Der Verkehrswert des Gebäudes liegt bei 175000 Euro.

Das letzte Wort hat der Stadtrat. Bei einem Aktionstag hat die „Schule der Phantasie“ kürzlich publikumswirksam auf ihre Lage aufmerksam gemacht, Spenden gesammelt und diese auf 1111,11 Euro aufgestockt. Zusätzlich aber biete man eine „lebendige und kreative Nische für Kinderkultur in Fürth“, argumentiert der Verein, und fördere „die junge Fürther Generation in ihrem freien visionären Denken und Handeln“. 

Birgit Heidingsfelder

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Fürth