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700 Jahre und nur ein bisschen alt

Neue Reihe im Fürther Stadtmuseum präsentiert Besonderheiten aus dem Archiv - 12.02.2011 19:00 Uhr

Auftakt zur neuen Ausstellungsreihe: Stadtarchivleiter Dr. Martin Schramm hält im Museum an der Ottostraße die älteste Fürther Urkunde in Händen.

11.02.2011 © Mark Johnston


Gemeinsam haben die historischen Zeugnisse, dass sie auf einzigartige Weise mit der Fürther Geschichte verbunden sind. Wenn überhaupt waren sie bislang nur kurzzeitig in der Öffentlichkeit zu sehen. Nach der Schauperiode werden die Originale in den Schutz der gesicherten Räume von Schloss Burgfarrnbach zurückkehren. Ergänzt wird die Präsentation von kurzen Erklärungen zur Herkunft und Bedeutung des Gezeigten sowie durch einzelne Begleitveranstaltungen.

Den Auftakt markiert derzeit die älteste Urkunde aus den Sammlungen des Stadtarchivs vom 26. April 1314. Damit ist sie über 300 Jahre älter als die meisten Gebäude Fürths und feiert bald ihren 700jährigen Geburtstag. Die leichten Gebrauchsspuren lassen das hohe Alter nur erahnen.

Das ausgewählte Stück dient als Beispiel für die umfangreiche Urkundensammlung im Stadtarchiv Fürth. Insgesamt liegen dort etwa 400 Urkunden mit engem Bezug zur Fürther Geschichte oder der Region. Der Bestand ist äußerst heterogen und umfasst inhaltlich ein breites Spektrum von Stiftungsurkunden, über Handwerker- und Gemeindeordnungen, der Verleihung von Rechten, bis zu Glückwunschadressen und vieles mehr. Die Laufzeit reicht vom 14. bis ins 20. Jahrhundert. Welche Schätze sich hinter dieser Sammlung verbergen kann mit Hilfe des zugehörigen Findbuchs im Lesesaal des Stadtarchivs überprüft werden.

In der Urkunde bestimmt der Burggraf Konrad von Nürnberg, dass nach seinem und dem Tod seiner Frau ihre Rechte am Marktflecken Fürth an die Dompropstei des Hochstifts Bamberg fallen sollen („haben geben und geschafte nach unser beder toede diu Fogteie in der Hofmark tze Furte sant Georien tze Babenberch“). Näheres erfahren die Besucher ab sofort im Stadtmuseum. Vervollständigt wird die Präsentation des Objekts durch einen Schnupper-Lesekurs für gotische (sogenannte altdeutsche) Schrift anhand des gezeigten Stücks unter fachkundiger Anleitung.

Die Veranstaltung findet am 10. März um 19 Uhr im Stadtmuseum statt und wird ca. zwei Stunden dauern. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Um Voranmeldung wird gebeten. Der Eintritt für den Lesekurs beträgt einen Euro, ein Blick auf die Urkunde kostet nichts. Fortgesetzt wird die Serie im März mit der Ausstellung der Olympischen Goldmedaillen des Fürther Turners Alfred Schwarzmann.

Stadtmuseum Fürth Ludwig Erhard, Ottostraße 2, Öffnungszeiten: Montag geschlossen, Dienstag bis Donnertag 10 bis 16 Uhr, 1. Donnerstag im Monat 10 bis 22 Uhr (Einlass bis 21 Uhr), Freitag geschlossen, Samstag 13 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag 10 bis 16 Uhr

 

fn

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