Adieu Tristesse: Fürths Hauptbahnhof wird aufgemöbelt

25.10.2018, 14:03 Uhr
Hat mit seiner Firma MIP den Hauptbahnhof (im Hintergrund) von der DB gekauft: der Fürther Unternehmer Philipp Streng.

Hat mit seiner Firma MIP den Hauptbahnhof (im Hintergrund) von der DB gekauft: der Fürther Unternehmer Philipp Streng. © Tim Händel

Erleichtert zeigte sich bei einem Pressetermin Fürths Oberbürgermeister. Zum einen handle es sich bei MIP, betrieben von der Fürther Unternehmerfamilie Streng, um den "Trauminvestor", denn er bringe ausgesprochene Denkmalaffinität mit; derzeit saniert er den "Grünen Baum" in der Gustavstraße, zuvor hatte er bereits die Humbser-Brauerei ("Malzböden") und das "Schwarze Kreuz" am Rathaus auf Vordermann gebracht. Zum anderen betrachte das Unternehmen die Stadt "als Partner", pflege enge Absprachen und halte sich auch daran.

Gebäude jahrelang "sträflich vernachlässigt"

Das Lob gab MIP-Chef Philipp Streng zurück. Gesetzt sei, dass die Stadt auf etlichen der rund 3500 Quadratmeter Nutzfläche zum Zug kommt. Dem Rathauschef schwebt an dieser Stelle ein Verkehrszentrum der infra Fürth vor, zudem soll die städtische Tourist-Information hier neue Räume bekommen. Und auch kulturelle Nutzungen könne sich die Stadt vorstellen.

Was darüber hinaus im historischen Ambiente Platz finden wird – Streng will sich noch nicht festlegen. Sicher sei aber, dass die Bahn ihre derzeit hier untergebrachten Stellen und Service-Einrichtungen weiterbetreiben darf, wie Fahrkartenverkauf und Reisezentrum. Auch die Buchhandlung in der Eingangshalle werde bleiben.

Streng möchte aus dem jahrelang von der Bahn sträflich vernachlässigten Gebäude einen "schönen Begegnungsort" machen, wie er sagt. Ob die seit langem verwaiste Gastronomie wiederbelebt wird, lässt er allerdings offen.

Begrünte Zone vor dem Bahnhof

Der OB ließ keinen Zweifel daran, dass er sich das wünscht. Vorstellbar ist für ihn sogar Außengastronomie, denn: Zum Komplex gehört auch der öffentliche Raum davor bis zur Straße. Dessen Verwendung muss allerdings die Kommune zustimmen. Hier stellt sich Jung eine begrünte Zone vor. Die im direkten Anschluss verlaufende Straße soll zu diesem Zweck entweder deutlich zurückgebaut oder sogar gänzlich auf die andere Seite des Bahnhofplatzes verlegt werden.

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