Antikriegstag in Fürth: Kundgebung für den Frieden

2.9.2020, 10:28 Uhr
80 Teilnehmer - so viele wie erlaubt - kamen zur SPD-Kundgebung zum Antikriegstag.

© Thomas Scherer 80 Teilnehmer - so viele wie erlaubt - kamen zur SPD-Kundgebung zum Antikriegstag.

Auf 80 Teilnehmer war die Demonstration zum Antikriegstag auf dem Platz der Opfer des Faschismus begrenzt, die die SPD organisiert hatte. Mitmachen durfte nur, wer sich entweder im Vorfeld schriftlich angemeldet hatte oder vor Beginn der Kundgebung seine persönlichen Daten hinterlegte.


Fahne am Fürther Rathaus: Für eine Welt ohne Atomwaffen


Allen Vertretern der anwesenden politischen und nichtpolitischen Gruppen lag es am Herzen, dass von Deutschland nie wieder Krieg ausgehen darf, es bestenfalls sogar weltweit zu keinen bewaffneten Konflikten mehr kommt. „Nicht ganz so einfach“, wie Rudi Lindner vom Friedensforum konstatierte, denn trotz weltweiter Coronakrise sterben derzeit täglich rund um den Globus Menschen in über 30 Kriegen.

„Die EU ist dabei ein wichtiger Garant für Frieden und Freiheit“, sagte Oberbürgermeister Thomas Jung und richtete diese Worte an die Fürther DKP, die der EU auf einem Transparent vorwarf, für Kriege verantwortlich zu sein.

Die EU sei eindeutig, so Jung, eine Friedensgemeinschaft, die die einstigen Feinde bereits seit über 75 Jahren in Frieden zusammenleben lasse. Es brauche ein starkes, einiges Europa, damit das auch so bleibe.

Rudi Lindner blickte unterdessen mit Sorge auf den auch in der EU wieder erstarkten Nationalismus und den zunehmenden Rassismus. Dass vor diesem Hintergrund die Rüstungsausgaben in nie dagewesene Höhen emporschnellten „und Deutschland inzwischen weltweit den unrühmlichen siebten Platz in diesem Ranking einnimmt, ist zudem ein schlimmes Signal“.