B8 wird zeitweise gesperrt

Atos in Fürth: Mitarbeiter protestieren gegen Stellenabbau

21.6.2021, 13:00 Uhr
Der Ärger bei Atos, hier 2019 auf der Kleinen Freiheit, hält an. Am Dienstag machen die Beschäftigten ihrem Unmut am Standort auf der Hardhöhe Luft.

Der Ärger bei Atos, hier 2019 auf der Kleinen Freiheit, hält an. Am Dienstag machen die Beschäftigten ihrem Unmut am Standort auf der Hardhöhe Luft. © Foto: Hans-Joachim Winckler

Gegen die geplanten Umstrukturierungen und den drohenden Personalabbau beim französischen IT-Dienstleister Atos erheben die Beschäftigten zusammen mit der Gewerkschaft IG Metall ihre Stimme. Am Dienstag findet auf der Hardhöhe eine Kundgebung statt. Einige Straßen werden gesperrt, betroffen ist mit der Würzburger Straße, also der Bundesstraße B 8, auch eine Hauptverkehrsachse.

Wie die Geschäftsführerin der IG Metall Westmittelfranken, Bianka Möller, auf FN-Nachfrage sagte, richtet sich der Protest gegen die Sanierungspläne des Konzernmanagements, "das das Unternehmen in Deutschland in zwei Bereiche aufteilen will, einen defizitären und einen lukrativen ohne Tarifvertragsbindung".

Durch den Umbau, der im Widerspruch zum 2019 zwischen Geschäftsleitung, Gewerkschaft und Betriebsrat vereinbarten Weg der Transformation stehe, sind laut Möller bei Atos Deutschland rund 1400 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Gewerkschaft befürchtet, dass ein paar hundert davon alleine am Standort Fürth – neben München der größte – wegfallen, wo der Konzern bisher zwei Betriebe hatte. Inzwischen gibt es nur noch den auf der Hardhöhe, so Möller, die Büros in der Uferstadt habe Atos 2020 aufgegeben.

Schon 2019 erfuhr die Fürther Öffentlichkeit vom Ärger bei Atos. Damals demonstrierte die Belegschaft auf der Kleinen Freiheit gegen Kürzungen beim Personal und Einkommen. Nun zeigt sich: Die Probleme schwelten weiter, sind bis heute akut.

Unter dem Motto "Zukunft statt Spaltung" veranstaltet die IG Metall nun an verschiedenen der 24 Standorte hierzulande Aktionstage. Dabei fordert sie den Verzicht auf Ausgliederungen und Verhandlungen über sozialverträgliche Maßnahmen.

Beginn um 9.30 Uhr

Die Kundgebung beginnt am Vormittag mit einer Auftaktveranstaltung um 9.30 Uhr vor dem Atos-Gebäude in der Breslauer Straße, Ecke Würzburger Straße. Der Protestzug bewegt sich dann ab etwa 10 Uhr ein kurzes Stück über die Würzburger Straße stadteinwärts in die Wehlauer Straße. Gleich an der Ecke zur Würzburger Straße soll dort um 10.30 Uhr die eigentliche Kundgebung mit verschiedenen Ansprachen über die Bühne gehen.

Die Polizei macht darauf aufmerksam, dass die Wehlauer Straße von etwa 8.30 bis 13 Uhr im nördlichen Bereich gesperrt sein wird. Von der Hardstraße aus kann sie aber befahren werden.

Die Breslauer Straße wiederum wird zwischen Würzburger Straße und Hardstraße für etwa eine Stunde gesperrt, von 9 bis 10 Uhr. Auch hier ist eine Zufahrt über die Hardstraße möglich.

Mit der Würzburger Straße wird zwischen Breslauer und Wehlauer Straße für etwa eine halbe Stunde am Dienstag die Bundesstraße B 8 stadteinwärts dicht sein. Die Polizei bittet darum, den Veranstaltungsbereich weiträumig zu umfahren.

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