Auf Zeitreise in der Frauenschule

30.6.2009, 00:00 Uhr
Strenge Sitten: Den Unterricht in einer Bildungsstätte um 1909 führten die Schülerinnen und Schüler der Theatergruppe beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Frauenschule vor.

Strenge Sitten: Den Unterricht in einer Bildungsstätte um 1909 führten die Schülerinnen und Schüler der Theatergruppe beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Frauenschule vor. © Hans-Joachim Winckler

Mit einer Zeitreise in lebenden Bildern führten Schüler in der über dem ehemaligen Brause- und Wannenbad angesiedelten Turnhalle die Schulgeschichte vor Augen. OB Thomas Jung war schwer beeindruckt - auch von der historischen Turnhalle mit Tonnengewölbe, die er erstmals betreten hatte. Heute wie vor 100 Jahren ist die Südstadt nach seinen Worten Zuzugsgebiet, die Schule nach wie vor besonders nötig.

Mit 500 Schülern aus 27 Nationen ist die Frauenschule die größte Grundschule Fürths. 140 Kinder besuchen die Ganztagsbetreuung. Einige werden von ehrenamtlichen Coaches individuell unterstützt. Eine Jugendsozialarbeiterin koordiniert an der Schule die Zusatzangebote. Die Schulbücherei hält 1000 Bücher vor. Es gibt ein Konfliktmanagement und einen Austausch mit dem benachbarten Seniorenheim St. Josef.

Schulleiter Gerhard Ehrlinger hat jedoch noch weitergehende Pläne. So möchte er eine Ganztagsklasse aufbauen, die Kooperation mit dem Förderzentrum Süd verstärken und eine Ruhezone im Pausenhof einrichten. Für Letzteres versprach OB Jung beim Festakt die nötigen Mittel. Spätestens im Frühjahr 2010 sollen sie als verspätetes Geburtstagsgeschenk zur Verfügung stehen.

Für wichtig stufte Jung aber auch das äußere Erscheinungsbild des immer noch attraktiven Schulhauses ein. Vom Zustand der Infrastruktureinrichtungen hänge schließlich die Zuzugsbereitschaft auf den Konversionsflächen am Südstadtpark ab. Und die sei erstaunlich gut. Ehrlinger betonte bei dieser Gelegenheit, dass ein Veteran wie das Frauenschulhaus ständigen Renovierungsbedarf hat.