Leidiges Provisorium

Bahn-Ausbau in Fürth: Hoffnung für den Haltepunkt Unterfarrnbach

28.6.2021, 16:00 Uhr
Ein Zustand, der seit Jahren für Verdruss bei der Kundschaft sorgt: Der Haltepunkt ist eine Dauerbaustelle, die Zugangstreppe und der Bahnsteig sind Provisorien – weit entfernt von Barrierefreiheit.

Ein Zustand, der seit Jahren für Verdruss bei der Kundschaft sorgt: Der Haltepunkt ist eine Dauerbaustelle, die Zugangstreppe und der Bahnsteig sind Provisorien – weit entfernt von Barrierefreiheit. © Foto: Wolfgang Händel

Wegen der Ungewissheit, wie es mit dem Ausbau der S-Bahn-Strecke Richtung Erlangen weitergeht, harrt auch der Bahnhaltepunkt Unterfarrnbach seit Jahren seines Ausbaus. Ein Provisorium sorgt für Verdruss bei der Kundschaft, der bei manchen schon in Resignation übergegangen zu sein scheint.

Nun aber könnte es nach Informationen des Fürther CSU-Bundestagsabgeordneten Christian Schmidt so weit sein: Die Ausbauarbeiten sollen beginnen, bis Mitte 2022 werde sie die Bahn abgeschlossen haben, sagt der ehemalige Bundesminister, der inzwischen im Aufsichtsrat der DB sitzt. Er bezieht sich auf Angaben des Unternehmens, die ihm vorlägen.


Barrierefreiheit: Doch noch Hoffnung für Fürths Bahnhof?


Wie berichtet, soll spätestens 2022 dank zusätzlicher Weichen auch das heiß ersehnte dritte Gleis im Fürther Bogen in Betrieb gehen, das eine dritte S-Bahn-Fahrt pro Stunde und damit einen 20-Minuten-Takt ermöglicht. Der Haltepunkt wird dann "Klinikum" heißen, nicht mehr "Unterfarrnbach".

Doch wichtiger als ein anderer Name ist, dass endlich die unhaltbaren Zustände an der Station ein Ende haben: Bisher gab es lediglich eine Behelfstreppe als Zugang und wenig einladende Holz-Bahnsteige – von Barrierefreiheit und einem Aufzug keine Spur.

Schmidt zufolge werden "die notwendigen weiteren Arbeiten einschließlich des Gleisbaus" in Bälde angegangen, einen konkreten Zeitpunkt nennt er nicht. Er freue sich über die "Verbesserung des S-Bahn-Verkehrs in Fürth". Die ist in den Augen vieler inklusive Stadtspitze längst dringend geboten.


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Wie berichtet, hatte Fürth erfolgreich gegen den von der DB geplanten Ausbau der S-Bahn-Strecke mitten durchs Knoblauchsland geklagt. Doch seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im November 2017 hat die DB keine geänderte Planung für die Route vorgelegt; die Arbeiten stagnierten wegen der unklaren Lage – auch am Haltepunkt Unterfarrnbach.

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