Bluepingu plant ein "Gärtla" für die Fürther Südstadt

5.3.2020, 16:00 Uhr
Kerstin Seeger (rechts), Vorstandsmitglied bei Bluepingu, engagiert sich für das Projekt „SDGs go local“. Ziel ist es, Stadtteile nachhaltiger und schöner zu gestalten.

Kerstin Seeger (rechts), Vorstandsmitglied bei Bluepingu, engagiert sich für das Projekt „SDGs go local“. Ziel ist es, Stadtteile nachhaltiger und schöner zu gestalten. © Foto: Michael Matejka

Schöner und nachhaltiger soll die Fürther Südstadt werden. Zumindest, wenn es nach Katrin Schwanke und Kerstin Seeger vom Verein Bluepingu geht. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt "SDGs go local" – gefördert vom Umweltbundesamt – steht noch am Anfang. Ziel ist es, die 17 Klimaziele der Vereinten Nationen – darunter ein Ende der Armut und moderne Energie für alle – auf lokaler Ebene umzusetzen.

Im November fand die erste Veranstaltung für die Pilotprojekte in der Fürther Südstadt und dem Nürnberger Stadtteil St. Johannis statt, erste Ideen wurden gesammelt. Nach und nach sollen diese konkretisiert und umgesetzt werden, Schwanke und Seeger zählen da besonders auf den Einsatz der Bürger.

"Wir wollen die Menschen vor Ort mitnehmen", sagt Schwanke. Die Ehrenamtlichen könnten jederzeit ein- und wieder aussteigen, "man muss kein Vereinsmitglied sein, alles ist im Fluss". Um die Südstadt weiterzuentwickeln, hat sich beim ersten Treffen unter anderem die AG "Gemeinschaftsorte" mit aktuell zehn Mitgliedern gegründet. Unter dem Arbeitstitel "Südstadtgärtla" soll laut Seeger ein grüner Begegnungsort im Freien und ohne Zaun entstehen, wo die Bürger zum Beispiel gärtnern, werkeln oder ihre Räder reparieren können. Der Verein tausche sich gerade mit der Stadt Fürth aus, um ein geeignetes Grundstück zu finden.

Eine weitere AG nennt sich "Anders wirtschaften" – sie steckt laut Seeger aber noch in den Kinderschuhen. Entsprechend unkonkret sind die Zielsetzungen. Ihr schwebt vor, Unternehmer und Fürther Bürger an einen Tisch zu setzen und mit ihnen über ökonomische Ideen zu sprechen, beispielsweise zum Energiesparen oder zum Ausgleich von Lohngefälle in Firmen. Gerade sei man dabei, ein Unternehmer-Netzwerk aufzubauen, auch mit der IHK stehe man in Kontakt.

Mehr vorstellen kann man sich indes unter dem Konzept von "Meet and eat": Bei den Treffen, die in St. Johannis nach Auskunft von Seeger und Schwanke bereits erfolgreich angelaufen sind, kommen "Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft" zum Kochen, zum Essen und zum Ideenaustausch zusammen.

Am Dienstag, 31. März, ab 17 Uhr, steht im Gemeindesaal von St. Heinrich die Premiere in Fürth an. Mit im Boot sind die Lebensmittelretter und die Frauenwerkstatt M 17.

Schon am Donnerstag, 5. März, um 16 Uhr findet ein Treffen zum Ideenaustausch im Stadtteilbüro der Südstadt, Kaiserstraße 109, statt. Die AG Gemeinschaftsorte trifft sich dort am Mittwoch, 25. März, um 16.30 Uhr. Weitere Infos unter www.bluepingu.de oder per Mail fuerth@bluepingu.de

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