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Deutsches Rundfunkmuseum: Bund hilft Fürth mit 4,5 Millionen Euro

Für den Umbau des Museum macht der Haushaltsausschuss des Bundestags den Weg frei - 26.11.2020 15:55 Uhr

Die Zukunft im Blick: Museumchefin Jana Stadlbauer, hier bei einer Technik-Aktion mit kleinen Gästen, tüftelt aktuell an den Plänen für das Deutsche Rundfunkmuseum. Eröffnen soll es im Oktober 2023.

26.11.2020 © Thomas Scherer


Der Weihnachtsmann ist ein Berliner: Mit 4,5 Millionen Euro fördert der Bund den Aus- und Umbau des Rundfunkmuseums der Stadt Fürth zum Deutschen Rundfunkmuseum. Am Donnerstag entschied der Haushaltsausschuss des Bundestages in seiner letzten Sitzung des Jahres, jene Summe freizumachen, die in der Kleeblattstadt vermutlich nicht nur bei den Entscheidern für ungläubiges Staunen sorgt.


Entschieden: Fürth bekommt "Deutsches Rundfunkmuseum"


"Phantastisch", entfährt es Martin Schramm, dem Leiter der städtischen Museen. "Das ist das endgültige Go und zugleich eine große Chance, das Haus auf völlig neue Beine zu stellen." Einen "Grund zum lauten Jubeln" sieht Kulturreferentin Elisabeth Reichert. Erst im Oktober wurde der Förderantrag eingereicht.

Der warme Geldregen aus dem Etat der Kulturstaatsministerin ebnet den Weg zur Generalsanierung und konzeptionellen Neuausrichtung des Museums, das im alten Grundig-Direktionsbau in der Uferstadt mit 700 Quadratmeter Ausstellungsfläche residiert.

Geplant ist neben baulichen Maßnahmen der inhaltliche Neustart, der das Museum zum bundesweit beachteten Maß aller Rundfunkdinge machen soll. "Wir wollen", so Schramm, "nicht länger ein Rundfunkgerätemuseum sein, sondern die Türen in die Zukunft aufstoßen."

Neustart ab Oktober 2023

Als Starttermin hat das Museumsteam - Corona hin oder her - den Oktober 2023 im Auge, 100 Jahre zuvor ging in Deutschland die erste Rundfunkübertragung vonstatten.

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Große Pläne: Fürther Museum soll Deutsches Rundfunkmuseum werden

Das Rundfunkmuseum Fürth soll zum Aushängeschild der Rundfunk- und Mediengeschichte werden. Der Umbau des Direktionsgebäudes in der Uferstadt soll bis Herbst 2023, dem 100-Jahr-Jubiläum des Rundfunks in Deutschland, über die Bühne gehen.


Insgesamt acht Millionen Euro soll das Deutsche Rundfunkmuseum kosten. Bleiben nach den 4,5 Millionen aus Berlin noch 3,5  Millionen Euro die aus der Kasse der Kommune fließen müssen. Bauträger wird  die Kulturstiftung der Stadt Fürth sein, die zuletzt den Erweiterungsbau des Jüdischen Museums Franken in der Königstraße stemmte; eine Million will Reichert zudem per Fundraising an Land ziehen.

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