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Endlich erhalten Fürther Lehrkräfte Tablets – aber nicht alle

Digitale Endgeräte: Das Fördergeld reicht längst nicht für alle - 20.04.2021 06:00 Uhr

An sich eine Selbstverständlichkeit: Um guten Digitalunterricht zu machen, bedarf es einer guten Ausstattung. Doch genau daran hapert es an den meisten Schulen.

15.04.2021 © imago images/Mattias Christ


Denn die Fördersumme je „digitalem Endgerät“ liegt bei 1000 Euro. Es können also maximal 741 Pädagogen ausgestattet werden. Allerdings gibt es in Fürth weit über 1000 Lehrer, so dass manche leer ausgehen werden. Das sorgt in der Stadtverwaltung, die sich um die Beschaffung kümmert, für Stirnrunzeln.

Bürgermeister Markus Braun kritisierte zuletzt im Schulausschuss aber auch noch anderes: „Ein Lehrer-Endgerät, das seinen Namen verdient, kostet zwischen 1200 und 1500 Euro“.

Pragmatismus ist gefragt

Man muss also nicht nur bei der Quantität, sondern auch Qualität Abstriche machen – das staatliche Förderprogramm gleicht einer viel zu kurzen Decke. Ein Problem, mit dem im Unterrichtsalltag die Schulen zu kämpfen haben werden.

An der Otto-Seeling-Mittelschule geht Rektorin Silke Nicolai notgedrungen pragmatisch vor: Sie fragt unter ihren 32 Lehrkräften ab, wer bereit wäre, auch künftig mit privater Hardware zu arbeiten – und hofft, dass die neuen Tablets für die restlichen Kollegen reichen werden.


Digitalisierung: Fürther Schulen können iPads verleihen


Allerdings fände sie es angemessen, wenn alle Lehrer, die ja Staatsbeamte sind, eines erhalten würden. „Früher gehörten Tafel und Kreide zu unserem Arbeitsmaterial, heute auch digitale Geräte.“

Doch selbst wenn das staatliche Fördergeld reichen würde, wären damit nicht alle Alltagsschwierigkeiten bewältigt. Denn für die Dienstgeräte bräuchte es ja auch kontinuierliche, technische Betreuung – etwa, wenn mal eine Kamera nicht funktioniert oder die Software Probleme bereitet. Dafür aber ist im Förderprogramm nichts vorgesehen.

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Frage 6/24:

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Frage 7/24:

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Frage 19/24:

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Frage 22/24:

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Frage 23/24:

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Frage 24/24:

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Und die Systembetreuer, die es heute schon in den Schulen gibt? Da winken Schulleiter von vornherein ab. Beispielsweise Günter Neubauer vom Schliemann-Gymnasium, wo 70 Lehrer tätig sind.

„In einem Betrieb mit 70 Anwendern gäbe es sicherlich zwei Techniker, die sich um alles kümmern. Bei uns in der Schule aber macht das – neben dem Unterricht – ein einziger Systembetreuer mit einer geringen Stundenzahl, die ihm dafür angerechnet wird.“

Neubauer wünscht sich daher eine „qualitativ angemessene Ausstattung“ der Schulen samt einer technischen Betreuung, die nicht auf Kosten der Lehrer geht. „Denn wir wollen guten digitalen Unterricht machen.“

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Heute aber kämpft sein Kollegium mit Schwierigkeiten, die unterschiedliche Betriebssysteme und Gerätegenerationen, aber auch mangelnde Hardware-Qualität mit sich bringen.

„Das kostet Zeit, die für unser Kerngeschäft, das Unterrichten, fehlt.“ Neubauer begrüßt das Förderprogramm ausdrücklich, sagt aber auch: „Das ist ein erster Schritt, da muss noch etwas kommen.“


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In einer vergleichsweise komfortablen Situation ist die Max-Grundig-Schule. Denn die staatliche Fachober- und Berufsoberschule geht, wie Schulleiter Thomas Schock erzählt, einen etwas anderen Weg.

Da das schuleigene Konzept für das digitale Klassenzimmer vergleichsweise „preiswert“ ist, hat die Schule finanziellen Spielraum, um für alle Lehrkräfte ein hochwertiges Tablet anzuschaffen. Mittlerweile ist schon jeder Vierte ausgestattet. „Im Lauf des Jahres werden es alle sein.“ Mit dem Sonderbudget allein ließe sich das nicht stemmen.

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